Krefeld: Hakuna Matata am Minkweg
VON TEXT: MARGIT LEUCHTENBERG FOTOS: LOTHAR STRÜCKEN - zuletzt aktualisiert: 10.01.2011Krefeld (RPO). Für fünf Tage liegen Mufasas Königsfelsen der afrikanischen Wüste und Simbas Oase am Minkweg in Krefeld. Denn 173 Schülerinnen und Schüler der Bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule verwandeln das Forum ihrer Schule mit dem Musical "Hakuna Matata" in den Originalschauplatz für Löwen, Hyänen, Erdmännchen, Zebras und Warzenschweine.
Unter der Leitung von Mathe- und Musiklehrerin Marie-Theres Güttsches haben die Jugendlichen seit Ostern 2010 eifrig Texte gelernt, Choreographien einstudiert und musiziert. Bei der ersten Kostümprobe jetzt am Wochenende stehen die afrikanischen Tiere nervös in den Startlöchern und scharren mit den Hufen, um Ende des Monats Eltern, Freunden und Gästen ihre Version des Musical-Klassikers zu präsentieren.
Besonders aufgeregt wuseln bei der fünfstündigen Probe die kleinen, braunen Erdmännchen über die noch leere Bühne. Immer wieder üben sie ihre ganz spezielle, neugierige Haltung und recken die Hälse in die Luft. Gestört werden sie nur von den frechen Hyänen und ihrem fiesen, frechen Lachen und Schreien. Auch das Sandflohballett stolpert noch durcheinander, wie ein Sack kleiner Flöhe halt. Damit daraus kein Flohzirkus wird, haben Regieassistentin Gertraude Vogels und die beiden Schulsekretärinnen Jutta Kemmerich und Gisela Schroers die kleinen und großen Tiere fest im Griff.
Löwen auf der Bühne
Wann: Premiere ist am 29. Januar, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen am 30. Januar, 1., 3. und 5. Februar
Wo: Bischöfliche Maria-Montessori-Gesamtschule, Minkweg 26, Krefeld
Wer: 173 Schülerinnen und Schüler von Klassen sechs bis 13
Licht und Ton: sieben junge Techniker
Bühnenwerkstatt: kreative Väter
Leitung: Marie-Theres Güttsches-Huschka
Orchesterleitung: Heike Bachmann-Auer
Soufleuse: Christiane Erlinghagen-Boos
Sie kontrollieren, ob alle Schwänze richtig angenäht und Fellwesten richtig angezogen wurden. Immer wieder ermahnen sie, keine weißen Socken, sondern schwarze Turnschläppchen zu tragen und, ganz wichtig, die Glitzerohrringe müssen für die Aufführungen raus. "Denkt doch bitte an die Scheinwerfer!", werden die Mädchen ermahnt. An die grellen Lampen denken auch die beiden Sekretärinnen. Sie schminken alle Darsteller professionell und wissen genau, wie man die schillernden Vögel ins rechte Licht rückt.
Besonders ausstaffiert wurden die Hauptdarsteller von Kunstlehrerin Anette Weber. Sie hat auf Plastik-Bauarbeiter-Helme Tierköpfe gebaut. Eigentlich sind sie leicht, doch beim Kampf und Tanz von Mufasa und Scar müssen die beiden Darsteller Tobias von der Weyden und Stefan Thoeren nicht nur auf ihren Einsatz, den Gesang, die Schritte und den Text achten, sondern auch noch auf ihre tierischen Helme.
Orchestermusik und Gesang liegen in der Hand von Heike Bachmann-Auer. Die Musiklehrerin leitet das 34 Personen starke Schulorchester, das bis auf wenige Elternausnahmen aus Schülerinnen und Schülern besteht. Eigens für die Montessori-Schule hat Tom Volks aus Zeiss die Musik arrangiert. Viele afrikanische Musikinstrumente finden sich neben Klarinette, Schlagzeug und Geige im Ensemble und geben dem Musical, in dem es um den Löwenjungen Simba und die beschwerliche Suche nach seinem Platz im Kreislauf des Lebens geht, einen authentischen Klang.
Die jungen, engagierten Darsteller sind ein Garant für eine fast professionelle Aufführung, auf die sich alle Beteiligten und Zuschauer schon heute freuen, aber auch das seit neun aufwendigen Aufführungen eingespielte Team um Marie-Theres Güttsches. Ihr gelingt es, sogar bei der ersten Kostümprobe, die schnatternden Gänse (und wenige Ganter) in original afrikanische Tiere zu verwandeln.
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