Krefeld: Hartz-Reform bringt 40 Millionen für Krefeld
zuletzt aktualisiert: 24.02.2011Krefeld (RPO). Die jetzt im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat verabschiedete Hartz-IV-Reform bringt Krefeld für den Zeitraum von 2012 bis 2015 rund 40 Millionen Euro.
Diese Zahl nannte am Mittwoch der Krefelder FDP-Bundestagsabgeordnete Otto Fricke: "Der Kompromiss bedeutet eine wichtige Unterstützung der Kommunen, die damit verstärkt ihren Aufgaben in den Bereichen Schule und Bildung nachkommen können", sagte er vor der morgigen Verabschiedung der Reform.
Die Hartz-Reform hat nicht nur den Regelsatz neu berechnet (364 Euro in 2011, Erhöhung um mindestens drei Euro in 2012), für die Kommunen hat insbesondere das beschlossene Bildungspaket finanzielle Folgen. Zur Umsetzung des Bildungspakets für Kinder sollen die Kommunen von 2011 bis 2013 400 Millionen Euro erhalten. Im Paket enthalten sind Bildungshilfen für die Kinder von Langzeitarbeitslosen, Geringverdienern und Wohngeldempfängern, warme Mittagessen in Schule oder Kita, Zuschüsse für Klassenfahrten und Beiträge für Sportvereine, Schulsozialarbeiter sowie Nachhilfe.
Zusätzlich zum Bildungspaket übernimmt der Bund schrittweise die Kosten für die Grundsicherung im Alter, ab 2014 trägt er sie voll. Zum Vergleich: 2010 unterstützte der Bund Krefeld mit 1,844 Millionen Euro bei den Kosten für die Grundsicherung im Alter. Die Unterstützung erhielten im Dezember 2 800 Menschen in Krefeld, die Arbeitslosenzahl liegt bei rd. 12 000.
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