Krefeld: Helden der 42,195 Kilometer
VON JÖRG ZELLEN - zuletzt aktualisiert: 07.05.2007Krefeld (RPO). Bei nahezu optimalem Bedingungen startete gestern das RP-Marathonteam beim Rhein-Marathon in Düsseldorf. Der Großteil der 210 Läufer im gelben Dress der Rheinischen Post schaffte es ins Ziel. Schnellster aus dem Team Krefeld-Moers wurde Ian William Tindale. Er überschritt die Ziellinie bereits nach zwei Stunden und 45 Minuten.
Gestern haben sie ihn besiegt – ihren inneren Schweinehund. Mit enormer Willenskraft, fleißigem Training und der großartigen Unterstützung der Zuschauer am Streckenrand meisterte der Großteil der 210 RP-Marathonis beim Rhein-Marathon in Düsseldorf die 42,195 Kilometer. Für viele war es die erste harte Prüfung dieser Art. Da wunderte es nicht, dass bei strahlendem Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen diese gelungene Premiere anschließend ausgiebig gefeiert wurde.
Masse war ein Ansporn
Für Peter Cermak und seine Frau Brigitte, die sich beide wieder einmal als Laufbetreuer um das Team Krefeld/Moers kümmerten, war es erneut eine „toller Erfahrung“. Peter, der seine anvisierte Zeit um fast eine Minute verbesserte, lobte unmittelbar nach der Ziellinie das Konzept von Dr. Michael Fritz. „Das Trainingskonzept ist voll und ganz aufgegangen.“ Auch Bernd Bodes vom Team Erkelenz strahlte: „Ich habe meine Bestzeit eingestellt. Die langen Übungsläufe haben geholfen. Das war ein super Erlebnis, auch wenn es bei Kilometer 30 hart wurde. Aber die Masse war enormer Ansporn.“
Für Sigrid Schmidt aus Ratingen war es bereits der 13. Marathon. Während der Vorbereitung musste sie verletzungsbedingt dreieinhalb Wochen pausieren. „Dank des guten Trainings und unserer tollen Truppe fiel mir der Wiedereinstieg nicht schwer.“ Auch wenn sie die Ziellinie nicht in persönlicher Bestzeit überquerte, sagte sie: „So macht Sport Spaß.“
Für Bernd Gerhards, der für das Viersener RP-Team startete, stand fest: „Ohne die guten Tipps und das Training hätte ich niemals eine neue Bestzeit geschafft.“ Etwas zurückhaltender war seine Teamkollegin Bärbel Fisch: „Ich bin eine Minute schneller gelaufen, das ist schon okay so.“
Meter für Meter, Kilometer für Kilometer wurde es wärmer. Doch die Marathonis trotzten den zunehmenden Temperaturen. „Im Vergleich zum Vorjahr war das heute optimal“, sagte Peter Cermak, der sich noch gut an die Hitzeschlacht 2006 erinnert. Der Sportliche Leiter Dr. Michael Fritz, nach dessen Trainingsprogramm die RP-Marathonis sich vorbereiteten, war hoch zufrieden: „Wir hatten während des Laufs wenige Ausfälle, das Wetter war toll, das Konzept scheint wieder einmal aufgegangen zu sein.“
In einem Punkt waren sich übrigens alle einig: Heute bleiben die Laufschuhe im Schrank!
Die Ergebnisse
Die Läufer des RP-Marathonteams Krefeld/Moers erzielten folgende Resultate.
Frauen: Brigitte Cermak 4:17:42 Stunden, Barbara Fleischhut 4:35:32, Cicek Lale 4:44:54, Barbara Pflipsen 3:54:39
Männer: Horst Ache 3:50:07 Stunden, Holger Amelung 3.19:58, Manfred Bartmuß 4:15:44, Peter Cermak 3:51:15, Michael Dittmer 3:05:02, Christian Ehlert 3:06:02, Werner Faulhaber 4:27:09, Peter Haraem 3:46:49, Erich Hilgers 3:58:34, Thomas Janßen 4:00:59, Jochem Lichters 4:35:31, Franz Lumetzberger 4:39:44, Thomas Moesgen 3:48:07, Ian William Tindale 2:45:00, Jens Wagner 4:24:37
Zum Team Krefeld/Moers gehörten auch folgende Läufer, die verletzungsbedingt oder aus anderen Gründen nicht starten konnten: Klaus-Peter Graebing, Andrea Heuvens, Vera Klinkenberg, Gisela Samek, Bruno Vinschen.
Mehr Informationen und eine ausführliche Bildershow vom Düsseldorfer Rhein-Marathon mit tollen Aufnahmen der Läuferinnen und Läufern des RP-Marathonteams gibt es ab heute früh im Internet unter
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