Krefeld: Herbe Einschnitte für Klinikbeschäftigte
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert: 25.10.2006Krefeld (RPO). Schlechte Nachrichten gab es gestern für Beschäftigte des Klinikums. Auf der Betriebsversammlung stellte der ärztliche Geschäftsführer Dr. Dennis Göbel das Sanierungskonzept vor. Danach soll nach RP-Informationen die Küchenabteilung in private Hand überführt werden. Gleiches gilt für die Bereiche Labor, Sterilisation und Wäsche. Für die Betroffenen bedeutet das erhebliche Einschnitte: Das Tarifgehalt aus dem öffentlichen Dienst muss noch im ersten Jahr der Übernahme gezahlt werden, danach gelten andere Tarife. Für die Beschäftigten bedeutet dies: Lohnverluste von rund 25 Prozent, längere Arbeitszeiten, weniger Urlaubstage, Verlust der Zusatzversorgung fürs Alter.
Göbel sprach weiterhin über bauliche Veränderungen im Klinikum – ebenfalls mit Folgen für die Beschäftigten. Durch die Maßnahmen würde sich die Zahl der Betten um rund 200 verringern. Das wiederum hätte einen Abbau von rund 400 Stellen zur Folge.
Auch die Nachwirkungen des Ärztestreiks setzen dem Klinikum immer noch zu. Wie Betriebsratsvorsitzender Peter Muti berichtete, habe Göbel erklärt, durch den Ärztestreik sei die Zahl der Patienten zurückgegangen und anschließend nicht mehr gestiegen. Muti führte dies auch auf personelle Veränderungen im Chefarztbereich zurück. Er beklagte besonders, dass es in der Unfallchirurgie noch keinen Nachfolger gebe. Professor Dr. Otmar Lauer, Leiter der Nuklearmedizin, werde Ende November in den Ruhestand gehen. Auch hier sei die Nachfolge noch nicht geklärt. Muti wird nach seinem 65. Geburtstag weiterhin für das Klinikum tätig sein. Der Betriebsversammlung erklärte er, als Berater für Sanierungsfragen dem Betriebsrat zur Seite zu stehen. Sein Nachfolger, Jürgen Hilgers, könne sich dadurch dem täglichen Geschäft widmen.
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