Krefeld: Hochschule Niederrhein erforscht das Alter
zuletzt aktualisiert: 21.10.2010Krefeld (RPO). Altersforschung bekommt an der Hochschule Niederrhein einen noch höheren Stellenwert. Dafür wurde jetzt der Forschungsschwerpunkt "Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn" zum Kompetenzzentrum "Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung – REAL " aufgewertet.
Fünf Professoren aus unterschiedlichen Fachbereichen forschen hier unter der Leitung von Professor Dr. Engelbert Kerkhoff und Professor Dr. Christian Loffing zum Thema Alter. "Die Frage, welche Rolle ältere Menschen künftig in unserer Gesellschaft spielen, ist noch offen", sagt Kerkhoff. "Ebenso die Frage, welche Ressourcen unsere Gesellschaft den Älteren zur Verfügung stellen kann."
Jeder Vierte ist über 60 Jahre alt
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, die dahin führt, dass im Jahr 2020 rund 30 Prozent aller Deutschen über 60 Jahre alt sein werden (heute: 24 Prozent), gewinnt dieses Thema an Brisanz.
Das Thema Altersforschung spielt im Fachbereich Sozialwesen traditionell eine wichtige Rolle. Schon 1993 gründete Kerkhoff den Forschungsschwerpunkt "Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn". Weil man nicht nur über ältere Menschen forschen und lehren wollte, sondern auch mit ihnen, entstand das Gasthörerprogramm FAUST, das bundesweit mittlerweile zu den größten und vielfältigsten Studienangeboten für Senioren an einer Fachhochschule gehört.
"Wir dürfen beim Thema Altersforschung nicht abwarten, was auf uns zukommt, sondern müssen aktiv den Prozess des demografischen Wandels begleiten", sagt Loffing. Er forscht unter anderem zum Thema psychosoziale Probleme und die Bewältigungsstrategien pflegender Angehöriger. Er weiß, dass die alternde Gesellschaft nicht nur völlig neue Berufsbilder mit sich bringt, sondern auch gute Chancen für seine Studenten später auf dem Arbeitsmarkt.
Ergebnisse der interdisziplinären angewandten Forschung des bisherigen Forschungsschwerpunkts sind Studien zum Ernährungs- oder Kaufverhalten der älteren Menschen, zu ihrer Mobilität, ihrem sozialen Engagement, aber auch die Herstellung von Kleidung für pflegebedürftige Menschen.
Informationen erteilt Sigrid Verleysdonk-Simons, Geschäftsführung des Kompetenzzentrums,Tel. 02161 1865661.
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