Krefeld: Hochschule rechtfertigt Sparkurs
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert: 09.05.2009Krefeld (RPO). Die Hochschule Niederrhein (HN) hat ihren Umgang mit den Gebühren der Studenten verteidigt. "Wir sehen in der Verbesserung der Relation von Lehrenden zu Studenten die beste Investition", sagte Hochschulsprecher Rudolf Haupt gestern gegenüber der RP.
"Wir gehen solide mit dem Geld um und kaufen nicht einfach 5000 Computer, die wir irgendwohin stellen, wo sie nicht gebraucht werden", erklärte Haupt. Da man Personal nur mit einem gewissen finanziellen Polster einstellen könne, habe die Hochschule das Geld zurückgelegt. "Wir sichern aber jedem Studenten zu, dass ihm seine Beiträge im Laufe seines Studiums zukommen."
Erst 43 Prozent ausgegeben
Die Hochschule Niederrhein erhält jährlich rund sechs Millionen Euro Gebühren von ihren Studierenden. Von diesen Einnahmen der vergangenen zwei Jahre hatte sie jedoch bis Ende 2008 erst 43 Prozent ausgegeben. Mit dem zurückgelegten Geld will sie neue Lehrstellen finanzieren. Die Studenten hingegen sind erbost, dass ihnen ihr hart erspartes Geld nicht zugute kommt.
Die Landesregierung hatte von der HN gefordert, bis Ende Juni 2009 die Studentengelder zeitnah und zweckgerichtet zu verwenden. Bis zum 15. Mai soll die HN dem Land erklären, was sie mit diesem Geld vorhat. Für Rudolf Haupt sind in dieser Frage noch viele Dinge ungeklärt. "Die Studenten haben da in eine offene Wunde gestoßen. Das Land muss erstmal erklären, was zeitnah heißt. Es ist auch gar nicht festgelegt, wie viel Geld denn zurückgelegt werden darf. Wenn 50 Prozent nicht erlaubt sind: Sind es dann vielleicht 20?"
Die Landesrektorenkonferenz trifft sich am kommenden Donnerstag. Dann wollen sich die Rektoren gemeinsam zu dem Thema äußern.
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