Krefeld: Ideal-Lösung: Neubau
zuletzt aktualisiert: 19.09.2007Krefeld (RPO). Die beste Lösung für Krefeld ist der Neubau einer modernen Elefantenanlage. Damit könnte das Besucherpotenzial nicht nur erhalten, sondern auch ausgebaut werden. So sieht es der stellvertretende Zoodirektor des Tiergartens Schönbrunn in Wien, Dr. Harald M. Schwammer. Er hat ebenfalls am Wochenende an der Expertenrunde in Warschau teilgenommen. Schwammer beobachtet den Krefelder Zoo seit 25 Jahren und hat „die Entwicklung genau verfolgt“.
„Es ist traurig, dass die Stadt Krefeld nicht schon vor Jahren die nötigen Investitionen für eine moderne Elefantenhaltung durchgeführt hat, Konjunktur und Wirtschaft hin oder her“, bedauert Schwammer. Er weiß, wie wichtig das „Standbein Elefanten“ für den Zoo ist. Auch er hält, ähnlich wie der europäische Zuchtbuchführer Ton Dorresetijn, die Kettenhaltung von Elefanten „nicht mehr für zeitgemäß“.
Falls Krefeld eine neue Elefantenanlage baue, „wäre es zukunftsorientiert gesehen sicherlich empfehlenswert, eine Größe von 8000 bis 10 000 Quadratmeter zu wählen“, sagt Schwammer. Dabei müssten auch Pools im Innen- und Außenbereich berücksichtigt werden.
Falls der Zoo sich entscheidet, einen oder mehrere Elefanten abzugeben, könnten diese Tiere laut Schwammer in einem Zoo in Belfast untergebracht werden. „Wenn ein Elefant den Zoo verlässt, dann wäre trotzdem eine Renovierung und ein Umbau nötig. Mit der vorhandenen Innengröße des Großtierhauses erfüllt Krefeld gerade die Minimum-Anforderung“, erklärt Schwammer. Eine Überarbeitung der Außenanlage sei ebenfalls erforderlich.
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