Viersen: Ideen für die Südstadt
VON NATASCHA BECKER - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010Viersen (RPO). Effektbeleuchtung, einheitliche Beschilderung mit Qualitätssiegel, der Rintgenplatz als Kinderecke, viel Grün – wie die Große Bruchstraße in Viersen aussehen könnte, das stellten jetzt Studenten der Hochschule Niederrhein vor.
Mit Spannung verfolgten die Besucher im Gemeinderaum der evangelischen Kirchengemeinde Viersen die Präsentation der Studenten der Hochschule Niederrhein, Fachbereich Design. Unter der Leitung von Dekan Professor Nicolas Beucker hatten 14 Studenten im Sommersemester 2009 die Große Bruchstraße untersucht und Gestaltungsvorschläge zur Attraktivierung und Identitätsstiftung der Straße erarbeitet.
Ein Thema, das dabei beschäftigte, war die Qualität und Kompetenz der Straße. "Wir haben festgestellt, dass an der Großen Bruchstraße viele Fachhändler angesiedelt sind. Dies sollte mehr herausgestellt werden", erläuterte Studentin Verena Pütz. Die Idee zur Umsetzung: eine einheitliche Beschilderung für die komplette Straße, wobei ein goldener Rahmen samt goldener Mispel – dem Wahrzeichen von Viersen – für Qualität und Kompetenz des jeweiligen Geschäftes stehen sollen. Zudem schlug Verena Pütz gemeinsame Werbekampagnen der Geschäfte sowie eine mit der Stadt Viersen verlinkte Homepage vor. Mehr Licht und Pflanzen war zudem ihr Tipp für ein verändertes Erscheinungsbild der Straße.
Stadtrat entscheidet
Stadtverwaltung Wie auch beim Projekt Gereonsplatz im Jahre 2008, bei dem Studenten der Hochschule Niederrhein im Rahmen einer Semesterarbeit Ideen zu einer möglichen Umgestaltung des Platzes sammelten, hat die Viersener Stadtplanung die Vorschläge der Studenten für die Große Bruchstraße erhalten.
Politik Wie die Entwicklung des Verkehrs in den nächsten Jahren auch weitergeht, die Entscheidung über eine Umgestaltung der Großen Bruchstraße treffen die Politiker im Viersener Stadtrat.
Rintgenplatz mit Kinderecke
Mit einem veränderten Erscheinungsbild mittels eines Oberflächenkonzeptes arbeitete auch Tatjana Chalykh mit einigen Kommilitonen. Statt grauem Einheitspflasterbrei soll es ein Pflasterbild mit verschiedenen Grau- und Weißtönen geben. Der "Rintgenplatz" gegenüber der Einmündung der Königsallee erhält dazu ein Sommerfestbild und wird damit optisch aufgewertet. Thomas Walter, der das Konzept seiner Gruppe vorstellte, macht aus dem "Rintgenplatz" eine Kinderecke.
Der Bereich Königsallee mutiert zu einem Zentrum mit Sitzgelegenheit, der Marktplatz wird wieder ein solcher und es gibt als Eingang zur Großen Bruchstraße eine Allee. "Die Bordsteine fallen weg. Wir schaffen Aktionsraum mit Sitzgelegenheiten und viel Grün. Zur Auflockerung des Ganzen gibt es zudem Wasserrinnen, die die Grenzen Bürgersteig-Fahrraum verdeutlichen", erklärte Walter. Dazu präsentierte der Student einen Lichtplan mit Überspannungsleuchten, einer Wandbeleuchtung und einer Effektbeleuchtung.
Professor Beucker übernahm die restlichen Präsentationen seiner Studenten. Diese sehen einmal vor, den so genannten Postgarten als Eingangsportal der Großen Bruchstraße zu gestalten. Dies soll durch eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität geschehen. "Hecken mit Rundbögen als Abgrenzung zur Straße und eine Sitzgruppe samt Wasserlauf", stellte Beucker die Vorschläge vor.
Auch die Leerstände an der Großen Bruchstraße wurden unter die Lupe genommen. Bürger wurden gefragt, was sie sich dort für ihre Straße wünschen, wobei die Idee eines Fassadenwettbewerbs entstand. Man wolle so in den Straßenraum hinein arbeiten, erläuterte Beucker. Ein Punkt, der vom Stadtteilbüro Südstadt ins Programm aufgenommen ist. "Wir wollen den Fassadenwettbewerb beim nächsten Kunstfest im August aufgreifen", betonte Uwe Peters vom Stadtteilbüro.
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