Krefeld: IHK will starken Niederrhein
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert: 28.02.2007Krefeld (RPO). Der Niederrhein soll stärker zur Region zusammenwachsen. Dies forderte Wilhelm Werhahn gestern nach seiner Wiederwahl zum Präsidenten der IHK. Für Krefeld im Präsidium: Ludger Gooßens und Wolfgang Stromps.
Das Präsidium
Wilhelm Werhahn, Präsident
Bernd Ahlers, Vorstand Kaiser’s Tengelmann, Viersen
Norbert Bienen, Gesellschafter Bienen & Partner, M’gladbach
Ludger Gooßens, Vorstand Sparkasse Krefeld
Rolf A. Königs, Geschäftsführer AUNDE-Gruppe, Mönchengladbach
Dr. Norbert Miller, Geschäftsführung Scheidt & Bachmann, M’gladbach
Harald Sasserath, Gesellschafter Hans Sasserath GmbH & Co. KG, Korschenbroich
Wolfgang Stromps, Mitinhaber Stromps & Co KG, Krefeld
Wilhelm Thywissen, Geschäftsführer C. Thywissen GmbH, Neuss
Optimistisch, selbstbewusst und kämpferisch zeigte sich Wilhelm Werhahn gestern Abend nach seiner einstimmigen Wiederwahl zum Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Der Wirtschaft gehe es gut, sagte er. Doch die Voraussetzung dafür hätten die Unternehmen durch einen radikalen Umbau selbst geschaffen. Von der Politik hätte die Wirtschaft mehr erwartet, erklärte Werhahn beim Empfang anlässlich der konstituierenden Sitzung der IHK-Vollversammlung.
Regionalisierung gab Werhahn als großes Ziel für die bis 2011 dauernde Wahlperiode der Vollversammlung aus. Nur eine starke Region könne im Zeitalter der Globalisierung bestehen. Und der Präsident forderte, dass die Regionalisierung vorangetrieben werde: „Wir brauchen eine gemeinsame Holding der Wirtschaftsförderer der Region.“ Die Unternehmen müssten stärker in die Wirtschaftsförderungsgesellschaften eingebunden werden. Werhahn begrüßte die Fusion der Stadtwerke Neuss und Krefeld und sprach sich für einen Zusammenschluss der Düsseldorf-Neusser Häfen mit dem Krefelder aus. Auch die Sparkassen müssten stärker zusammenwachsen.
Mahnende Worte richtete Werhahn an die Städte. Wann sollten die Schulden abgebaut werden wenn nicht jetzt, in den wirtschaftlich guten Zeiten? Sorgen bereitet ihm die wachsende Bürokratie. Die Regelungswut nehme zu, der Staat dehne seinen Einfluss immer stärker aus.
Krefelder Vertreter
Zwei Krefelder wurden ins Präsidium der IHK gewählt: Wolfgang Stromps von der Spedition Stromps & Co sowie Sparkassenvorstand Ludger Gooßens. Stromps wird besonders für Verkehrsfragen zuständig sein. Den sechsspurigen Ausbau der A 57 in der Tunnel-Trog-Lösung und den Weiterbau der A 44 entlang Mönchengladbach sieht er für sich als vorrangige Aufgaben.
Ludger Gooßens, der erstmals ins Präsidium gewählt wurde, wird der Fachmann für finanzielle Fragen sein. Die Weiterentwicklung der Region liege ihm sehr am Herzen, erklärte er.
Aus dem Präsidium ausgeschieden ist Franz-Joseph Greve, Inhaber der Greve Moden GmbH. Werhahn dankte ihm für seine Arbeit: „Er ist ein Kämpfer für lebendige Innenstädte und hat viele Projekte auf den Weg gebracht.“
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