Krefeld: Ja zu Samt und Seide
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert: 15.02.2008Krefeld (RPO). Das Marketingkonzept stößt auf große Zustimmung bei den Entscheidern. Alle fordern, dass es umgesetzt wird. Allgemeine Einschätzung: Es könnte die Stadt deutlich voranbringen.
Das Lob von Oberbürgermeister Gregor Kathstede (CDU) für das neue Marketingkonzept ist groß: „Ich bin überglücklich. Es ist ein hervorranges Konzept, das mit Leuchtturmprojekten klare Handlungsziele benennt“, erklärte er gestern gegenüber der RP. Die CIMA-Werbeagentur und Dr. Karsten Eberstein, der Vorsitzende des Marketingbeirats, hätten das Konzept hervorragend begleitet. Für die nächsten drei Jahre will das Stadtoberhaupt jährlich 70 000 Euro für die Umsetzung bereitstellen. In seiner Aprilsitzung wird der Stadtrat das Konzept beraten. „Ich würde mich über ein positives Votum der Politik freuen“, sagte der OB.
Das Konzept
Die Kernforderung Der Slogan „Stadt wie Samt und Seide“ soll erhalten bleiben und als Premium-Marke etabliert werden.
Wirtschaft und Innenstadt müssten in den nächsten Jahren besonders vorangebracht werden.
Erarbeitet hat das Marketingkonzept ein Kompetenzteam des Marketingbeirats.
Gestern hatte die Rheinische Post das „Marketingkonzept 2015“ exklusiv vorgestellt. Dieses Konzept fordert, in den nächsten Jahren die Bereiche Innenstadt, Wohnen, Freizeit und Kultur sowie Wirtschaft mit ausgewählten Leuchtturmprojekten voranzubringen.
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Porschen hat an dem Konzept mitgearbeitet. Es sei notwendig, dass Krefeld seine Marke nach außen besser verkauft, erklärte er. Wichtig sei es für das Marketing der Stadt, sich auf wenige Punkte zu konzentrieren, damit die Stärken außen wahrnehmbar würden. Das Konzept stehe dafür, die Wirtschaftskraft Krefelds zu stärken. „Ich glaube, das wird gelingen.“
Der Politik wurde das Konzept gestern Nachmittag vorgestellt. Und auch da gab es viel Zustimmung: CDU-Ratsherr Jürgen Wettingfeld lobte den Entwurf. „Das ist eine sehr wertvolle Arbeit, die wir sehr genau diskutieren werden.“ Einige Ansätze seien bereits in der Umsetzung. Beispielsweise würde für den Ostwall bereits über ein Beleuchtungskonzept nachgedacht.
SPD-Ratsherr Hans Butzen freute sich, in dem Konzept viele Forderungen der Sozialdemokraten wiederzufinden: jene nach einer Stadtentwicklungsgesellschaft, einer besseren Wirtschaftsförderung und Genehmigungspraxis, einer Quartiersaufwertung in der Innenstadt oder einem besseren Kulturmarketing.“
Auch FDP-Fraktionschef Joachim C. Heitmann lobte den Entwurf, äußerte aber Zweifel, ob der Slogan „Stadt wie Samt und Seide“ ausreicht. Seine Forderung: Der Rhein solle in der Vermarktung Krefelds eine größere Rolle spielen.
Grünen-Fraktionsvorsitzende Stefani Mälzer kritisierte, dass viele alte Forderungen wiederholt würden. Ihr Lob: Sie findet viele grüne Ideen wieder, beispielsweise zur Belebung der Innenstadt oder Sanierung der Altbauten.
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