Krefeld: Kabarett trifft Karneval: Mehr Stunk als Sitzung?
zuletzt aktualisiert: 12.01.2007Krefeld (RPO). Eine Nonstop-Karnevalssitzung erwartet die Gäste der Veranstaltung „Kabarett trifft Karneval“, am Karnevalssonntag, 18. Februar, um 18 Uhr im Ballhaus am Ostwall. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn zur selben Zeit, am selben Tag, findet dieselbe Veranstaltung auch an einem anderen Ort statt: Im Schwanenmarkt wird ebenfalls „Kabarett trifft Karneval“ geboten.
Seit fünf Jahren, davon vier Jahre im Schwanenmarkt, treibt die vom Krefelder Kabarettisten Jochen Butz ins Leben gerufene Veranstaltung kabarettistische und karnevalistische Wunderblüten. Dieses Jahr ist Butz ins Ballhaus umgezogen – was den Schwanenmarkt nicht abhält, ohne Butz am Konzept festzuhalten. „Das ist für mich ein Nackenschlag“, erklärt Butz. Schwanenmarkt-Centerleiter Norbert Beninde findet „die Entwicklung sehr schade. Wir hatten Herrn Butz eingeladen, die Veranstaltung zu betreuen.“ Er hoffe, dass beide Veranstaltungen ein Erfolg werden.
Was dürfen die Gäste im Ballhaus erwarten? „Die Frönde“ aus Köln treten auf, Christina Valenta tanzt ihren atemberaubenden Mariechentanz, das Comedy-Duo „Ass-Dur“, „Die Krähenfelder“ und Zauberer Wittus Witt sind dabei. Betty Ixkes + Rüdiger Höfken (Podio-Theater) bitten: „So wahr mir Spott helfe“, und Ludger K. sinniert über „Männer, die zur Maniküre gehen“.
Mit Wittus Witt und Maier-Bode
„Ich bin glücklich, dass ich Martin Maier-Bode für unsere Veranstaltung gewinnen konnte“, freut sich Butz. Bode, unter anderem Autor der TV-Kindersendungen „Käpt’n Blaubär“ und „Sesamstraße“, präsentiert Auszüge seines aktuellen Programms „Schnitzeltaxi“.
Der Reinerlös der Veranstaltung im Ballhaus kommt der action medeor für ein Projekt am St. Pauls- Krankenhaus in Kenia zugute. „Der Krefelder Entwicklungshelfer Paul Schützeichel will dort einen Operationssaal einrichten“, erklärt Medeor-Geschäftsführer Bernd Pastors. Alle Künstler stellen dafür ihre Gage zur Verfügung. Das Ballhaus verzichtet auf die Mieteinnahmen.
Butz hofft, dass der Saal komplett gefüllt ist, „um bald die 30 000 Euro fürs Kenia-Projekt beisammen zu haben“. Karten für die Veranstaltung sind bei allen Vorverkaufsstellen und unter www.ballhaus-krefeld.de erhältlich.
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