Krefeld: Kämmerei: Wirbel um Rostocker Kandidat
VON SEBASTIAN PETERS - zuletzt aktualisiert: 14.07.2010 - 10:52Krefeld (RPO). Für großen Wirbel hat in der Hansestadt Rostock die Exklusivnachricht der Rheinischen Post gesorgt, dass Rostocks Finanzsenator Georg Scholze (51) offenbar Kandidat für den Posten des Kämmerers in Krefeld ist. Heute um 8 Uhr soll den Krefelder Fraktionsvorsitzenden im Rathaus der Verfahrensstand dargelegt werden. Fällt dann auch der Name Scholze?
Die Anzeichen, dass der CDU-Top-Kandidat aus Rostock kommt, verdichteten sich gestern: Mit der Suche des Kämmerers war die Kienbaum Executive Consultants GmbH aus Düsseldorf beauftragt, die auch eine Niederlassung im Rostocker Stadthafen hat. Scholze, der in Krefeld zur Schule ging und in St. Tönis aufwuchs, werden enge Verbindungen zu Kienbaum in Rostock nachgesagt, schreibt die "Ostseezeitung" in ihrer gestrigen Ausgabe. Scholze sagte den Rostocker Journalisten allerdings: "Ich habe überhaupt keine Veranlassung, aus Rostock wegzugehen." In Warnemünde soll er gerade ein Haus gebaut haben, seine Kinder werden jetzt eingeschult.
Allerdings: Das Verhältnis zwischen Finanzsenator Scholze und dem parteilosen Rostocker Oberbürgermeister Roland Mehling gilt als unterkühlt. Der Aufgabenbereich Scholzes soll in den vergangenen Jahren vom Oberbürgermeister stark beschnitten worden sein. Bereiche wie Beteiligungscontrolling, Personal und Organisation sollen dem Senator entzogen worden sein. Georg Scholze sorgte auf dem politischen Parkett zuletzt für einige Irritationen: In Rostock machte er mit einer Affäre um Gutachteraufträge Schlagzeilen, außerdem soll er in Warnemünde den Abriss eines unter Denkmalschutz stehenden Hauses für den Neubau seines Eigenheims veranlasst haben, schreibt die Ostseezeitung.
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