Krefeld: Karnevalszug auf Umweg
VON MARIO FUCHS - zuletzt aktualisiert: 16.01.2008Krefeld (RPO). Wegen der Kanalsanierung führt der Rosenmontagszug in diesem Jahr nicht über Krefelds Prachtstraße. Zunächst geht’s bis zum Nordbahnhof, dann zum Hansa-Zentrum. Zäune sollen verhindern, dass Pivatgrundstücke als „wilde Toiletten“ missbraucht werden.
Der Rosenmontagszug
Motto „Fantasie op Krie-ewelsch“.
Beginn 4. Februar, 12.11 Uhr.
Zugleiter Rolf Kox
Gruppen Insgesamt 87, davon 25 Musikkapellen.
Zugweg Gegenüber den Vorjahren weitestgehend „gedreht“: Über den Norden in den Süden mit Ende in der Mitte.
„In diesem Jahr haben wir den Zugweg umgedreht – und wir ziehen nicht über den Ostwall“, verkündete Rolf Kox, Zugleiter des Rosenmontagszuges gestern bei der Vorstellung des Zuges. Nach Absprache mit der SWK war es zwingend notwendig, wegen der Baustellen für die Kanalsanierung nicht über den Ostwall zu ziehen. Das nahm das Festkomitee Krefelder Karneval (FK) zum Anlass, den kompletten Zugweg zu drehen. „Wir ziehen durch den Norden in den Süden und enden in der Mitte“, so Kox. „Auch am Bröcksken ziehen wir vorbei, das entgegen manchen Gerüchten nicht geschlossen wird.“
Auftakt: Altweiberwahnsinn
Pünktlich um 12.11 Uhr geht‘s los. Dann zieht der närrische Lindwurm unter dem Motto: „Fantasie op Krie-ewelsch“ durch die Innenstadt. 62 Gruppen sind dabei, und mit 25 Kapellen sieben mehr als im Vorjahr. „Dabei wird es zunehmend schwieriger, Kapellen zu bekommen. Einmal steigen die Preise jedes Jahr deutlich an, zudem saugt Köln alles am Niederrhein auf – immerhin ziehen da 140 Kapellen mit“, erläuterte Kox. Die Wagen befinden sich derzeit noch im Bau. Zu den Themen, die der FK-Vorstand aus den Vorschlägen von Wagenbauer Florian Noever ausgewählt hat, gehört unter anderem der Eiserne Rhein und das geplante Steinkohlekraftwerk (siehe Bilder).
Auftakt in die heiße Phase der närrischen Zeit ist der traditionelle Altweiber-Wahnsinn“ am Donnerstag, 31. Januar, im Seidenweberhaus. Die Karten kosten im Vorverkauf acht Euro plus Gebühren, an der Abendkasse 12 Euro.
Erstmals wird im Rosenmontagszug eine Gruppe der Caritas mitziehen. Sie wird für die aktuelle Aktion von Festkomitee, Behörden und Vereinen gegen Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen für einen „Lustigen Karneval ohne Alkohol“ werben. Rund 200 Polizistinnen und Polizisten werden im Einsatz sein und ein verstärktes Augenmerk auf alkoholisierte Kinder und Jugendliche haben. „So etwas wie im letzten Jahr soll nicht noch einmal passieren“, sagt Rolf Kox. Und auch für die Anwohner am Weg soll einiges getan werden. Zäune sollen die Vorgärten schützen, damit sie nicht als „wilde“ Toilette genutzt zu werden.
Der Zug zieht ab Sprödentalplatz und weiter den gewohnten Weg über Dampfmühlenweg und St. -Antonstraße bis zum Rathaus. Dort geht’s in die Schneiderstraße und weiter über Garten-, Friedrichstraße und -platz, Stern-, Hülser Straße, links Oranierring, Hubertus-, Marktstraße, Neumarkt, Hochstraße, Neusser Straße zum Hansa Zentrum, links in die Hansastraße und weiter über Peterstraße, Südwall, Königstraße, Marktstraße bis zum Behnischhaus, links in die Lohstraße am Behnischhaus vorbei bis zur Rheinstraße, rechts in die Rheinstraße und den Ostwall querend zur Auflösung vor dem Neubau Sparkasse auf der Rheinstraße.
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