Serie: Zootiere: Kaum erforschtes Baumkänguru
zuletzt aktualisiert: 17.08.2011Krefeld (RP). In unserer Serie "Zootiere" stellen wir die Bewohner vor, die im neuen Zookalender festgehalten sind. Heute: das Goodfellow-Baumkänguru.
Neugierig schaut es über den Rücken seiner Mutter. Das Weibchen ist das zweite Jungtier des neuen Krefelder Zuchtpaares Wango und Belisi. Fast alle Baumkängurus in europäischen Zoos stammen aus dem Zoo Krefeld ab. Hier wird auch das Zuchtbuch für die seltenen Kletterbeutler geführt.
Wenn Kängurus nach einmonatiger Schwangerschaft geboren werden, haben sie etwa die Größe eines Gummibärchens und wandern durch das Fell der Mutter in den Beutel. Hier saugen sie sich an einer Milchzitze fest. Im Beutel schließen sie ihre Entwicklung ab und erst im Alter von sechs Monaten verlassen sie erstmals diesen sicheren Ort.
Baumkängurus sind echte Kängurus und damit Beuteltiere. Sie leben in den tropischen Regenwäldern Nordost-Australiens und Teilen Neuguineas. Ihre heimliche Lebensweise führte dazu, dass zwei Arten erst in den 1990er Jahren entdeckt wurden. Die Goodfellow-Baumkängurus gelten als kaum erforscht.
Im Vergleich mit bodenlebenden Kängurus zeigen Baumkängurus anatomische Anpassungen an das Baumleben. Sie haben kürzere und stämmige Hinterbeine sowie Pfoten mit bärenartigen Krallen, mit denen sie sich beim Klettern an Ästen gut festhalten können. Der Schwanz dient zudem als Balancierorgan. Haarwirbel auf dem Rücken lassen das Regenwasser im Haarkleid ablaufen. Zu den natürlichen Feinden zählen Riesenschlangen und das Dingo. Bejagung und Abholzung des Regenwaldes bedrohen die Baumkängurus massiv. Schutzgebiete sollen als Rückzugsmöglichkeit dienen.
Der Zookalender ist für 9,90 Euro im Zooshop und im RP-Shop erhältlich. Telefon 0180 5355399 (14 Cent/Min aus dem dt. Festnetz, Mo-Fr 8-16 Uhr).
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