Krefeld: KFC-Fans setzen Zeichen gegen Gewalt
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 14.11.2008Krefeld (RPO). Die Fans des KFC Uerdingen wollen bei der heutigen Partie gegen Union Solingen (19.30 Uhr) ein Zeichen gegen Gewalt setzen. „19:05 Minuten für den KFC“ heißt die Aktion, die in der Fanszene des Fußball-Niederrheinligisten entwickelt wurde und morgen zum ersten Mal umgesetzt werden soll.
Ziel dieser Aktion ist, dass die Anhänger auch nach der Partie noch weiter in der Grotenburg verweilen sollen und so eine mögliche Konfrontation mit gewaltbereiten Begleitern aus Solingen vermeiden wollen.
Der auf freiwilliger Basis mitzumachende längere Aufenthalt soll den Ausharrenden durch Aktionen im Stadion unmittelbar nach dem Schlusspfiff schmackhaft gemacht werden. Angedacht sind unter anderem die Übergabe eines Trikotsatzes an die Zweite Mannschaft des KFC sowie Interviews mit einzelnen Spielern. Eventuell soll auch die obligatorische Pressekonferenz nach dem Spiel mit den beiden Trainern im Stadion selbst abgehalten oder zumindest über die Lautsprecheranlage übertragen werden; ob und in welcher Form das auch klappt, entscheidet sich erst kurzfristig.
Wie in der Partie gegen Speldorf setzt der Club auf Fantrennung. So gibt es Karten an der Abendkasse für die KFC-Anhänger nur über den Eingang an der Berliner Straße, für die Gästefans werden die Kassen an der Violstraße geöffnet. Auch die Polizei wird präsenter sein als sonst. „Deutlich im zweistelligen Bereich“ liege die Zahl der Einsatzkräfte, sagte Polizeisprecher Wolfgang Lindner. Die Behörde geht aber davon aus, dass sie die Lage mit möglicherweise rivalisierenden Fangruppen im Griff hat – falls das Zeichen der Fans doch nicht wirken sollte.
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