Krefeld: Klinik-Verkauf: Verdi für Kooperation
zuletzt aktualisiert: 12.04.2007Krefeld (RPO). Im Streit um den Verkauf der Krefelder Städtischen Krankenhäuser schlägt Verdi noch einmal deutlich eine Kooperation mit den Duisburger Städtischen Kliniken vor.
Eine Zusammenarbeit sei eine logische Lösung, sagte gestern Mechthild Schratz, Geschäftsführerin von Verdi. Die Gewerkschaft verstehe nicht, warum eine Kooperation so schnell abgekanzelt worden ist: „Das Duisburger Krankenhaus macht seit Jahren Gewinne“, ergänzt Harald Hüskes, Gewerkschaftssekretär in Duisburg und gleichzeitig Mitglied des Aufsichtsrats der Städtischen Krankenhäuser Duisburg. Hüskes sieht Synergieeffekte besonders in der Neurochirurgie (dies sei Duisburgs Stärke) und der Kinderklinik (dies sei Krefelds Stärke). Auch der Rat von Duisburg denkt an einen Anteilsverkauf.
Dem Krefelder Oberbürgermeister Kathstede wirft die Gewerkschaft vor, eine Kooperation von Krankenhäusern nie wirklich in Betracht gezogen zu haben. „Er hat zwar gesagt, dass alle Möglichkeiten des Verkaufs in Betracht kämen. In Wahrheit ist er nur an einem Verkauf an einen privaten Investor interessiert.“ Die Verwaltung plant einen Verkauf der Anteile von bis zu 74,9 Prozent. Die Unterschriftensammlung von Verdi und den Oppositionsparteien für den Erhalt des Klinikums in öffentlicher Hand läuft weiter: 1300 Stimmen seien gesammelt worden, sagt Schratz. Am Wochenende sollen viele hinzu kommen. Sorgen macht sich Verdi um das Cäcilienhospital: „Es scheint, als habe die Landesregierung bewusst keine Investitionen getätigt“, sagt Sylvia Bühler, bei Verdi Landesfachbereichsleiterin für das Gesundheitswesen. Sie plädiert generell für eine Trägervielfalt von kirchlichen, kommunalen und privaten Krankenhäusern im Land. „Wir müssen gegen die Privatisierung angehen."
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