Krefeld: Krach im SWK-Aufsichtsrat
VON JOCHEN LENZEN - zuletzt aktualisiert: 04.03.2008 - 12:32Krefeld (RPO). In der Aufsichtsratssitzung der SWK muss es Montagmorgen mächtig gekracht haben. „Kein Kommentar“ war gestern OB Gregor Kathstedes einzige Aussage auf die Frage, was denn bei der Diskussion um eine mögliche Privatisierung der Mobil-Sparte, also von Bussen und Bahnen, herausgekommen sei. Auch die Frage nach dem Grund seines Schweigens bedachte der OB mit dieser knappsten aller denkbaren Erläuterungen.
Auch Aufsichtsratsmitglied Rolf Rundmund (Grüne) ließ über seinen Fraktionsgeschäftsführer Ralf Klemm lediglich verlauten, dass der Antrag auf eine europaweite Ausschreibung für den Verkauf von Anteilen der SWK-Mobil keine Mehrheit gefunden hat und somit abgelehnt wurde.
Vermutlich war die gestern veröffentlichte Ablehnung der Privatisierung durch die SPD der Grund für das beredte Schweigen Kathstedes und Rundmunds. Die Angebote, die von privaten Anbietern gemacht würden, so die SPD, seien „Blender“, weil über eine strategische Markteinstiegsprämie der Markt monopolisiert werden solle, hatte SPD-Fraktionschef und SWK-Aufsichtsratsvorsitzender Uli Hahnen erklärt.
Auf zehn Jahre würden diese Verträge üblicherweise abgeschlossen, die kommunalen Vertragspartner in Sicherheit gewogen und dann, wenn der Markt es hergebe, ließen die Privaten die Maske fallen: „Sie wollen Geld verdienen, und das geht nur über das Personal: Arbeitsplätze werden verschwinden oder umgewandelt in Arbeitsverhältnisse, die wir uns alle nicht wünschen“, so Hahnen, der gestern keine Stellungnahme mehr abgab.
„Kein Kommentar“ hieß es auch seitens der SWK. Es gebe aus ihrer Sicht keine berichtenswerte Beschlussfassung zu vermelden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







