Krefeld: Kraftwerk: Lob und Tadel für SPD
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert: 20.09.2007Krefeld (RPO). Sehr erfreut zeigte sich am Mittwoch Bayer-Werksleiter Dr. Stefan Dresely. Die Überlegungen der SPD zum Kraftwerk seien eindeutig positiv.
„Den Abwägungsprozess, den die CDU noch vollziehen muss, hat die SPD schon hinter sich.“ Bayer sei bereit, alle Anregungen, die aus der Politik kommen, aufzunehmen. So werde das Kohlelager eingehaust und auch bei der Kraftwerksgröße sei Trianel von den ursprünglich geplanten 890 Megawatt auf mittlerweile 750 Megawatt zurückgegangen. „Wir müssen gemeinsam gucken, dass es so umweltverträglich wie mögich umgesetzt wird“, sagt Dresely.
Während der eine Antrag der SPD eine 800-Megawatt-Anlage in Betracht zieht, spricht sich der andere Antrag für eine 400-MW-Anlage aus. Wäre auch diese kleiner Variante für Bayer möglich? „Im Prinzip nein“, sagt Dresely. Bayer brauche einen Partner, der das Kraftwerk baut. Trianel werde seiner Einschätzung nach nicht bereit sein, ein kleineres Kraftwerk zu bauen, da dann der Wirkungsgrad deutlich geringer sei.
Zustimmend äußerte sich die FDP zur Entscheidung der Genossen. Die SPD sei auf dem richtigen Weg, erklärte FDP-Fraktionschef Joachim C. Heitmann. Für bemerkenswert hält er den Hinweis der SPD auf den Hafen. „ Hafen und Kraftwerk ergeben ein paar Schuhe für die Wertschöpfung in Krefeld.“
Heftige Kritik erntete die SPD von den Grünen. „Die Krefelder SPD ist unter dem Druck der Kohlelobby von IG BCE und der Bundes-SPD eingeknickt“, kritisierte Fraktionsvize Rolf Rundmund. Die bisher so betonten zusätzlichen Gesundheitsbelastungen durch ein Kraftwerk spielten nun keine Rolle mehr. Diese Überlegungen erschwerten den Grünen die Bereitschaft für eine künftige Zusammenarbeit mit der SPD, erklärte die Fraktionsvorsitzende Stefani Mälzer.
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