Krefeld: Kraftwerk – scharfe Kritik an Duisburger SPD
zuletzt aktualisiert: 27.01.2010Krefeld (RPO). Deutlich hat gestern der Krefelder SPD-Fraktionschef Ulrich Hahnen auf das Abstimmungsverhalten der Duisburger SPD-Ratsfraktion zum Krefelder Kraftwerk reagiert. "Für mich ist das Kirchturmdenken."
Bis auf die FDP hatten sich im Duisburger Rat alle Parteien und Gruppen für den Vorschlag der Verwaltung gestimmt, das "gemeindliche Einvernehmen" für eine Kühlwasserleitung nicht zu erteilen. Die Duisburger Genossen lägen mit ihrer Einschätzung falsch, sagt Hahnen und sieht seine Position durch das SPD-Landeswahlprogramm gedeckt.
Die Position der Landes-SPD
Dort hat sich die Landes-SPD auf folgende Position zu Kohlekraftwerken festgelegt: "Wir werden hocheffiziente und klimafreundliche Kohlekraftwerke fördern. Deshalb sollen diejenigen Zuschüsse aus den Einnahmen des Emissionshandels erhalten können, die in neue hocheffiziente Kraftwerke, weitestgehend mit Kraft-Wärme-Kopplung, investieren. Wir werden uns dafür einsetzen, dass alte ineffiziente Kraftwerke schnell abgeschaltet werden und in NRW die Technik der Abscheidung von Kohlendioxid weiter forciert wird."
Hahnen sagte gestern zu unserer Zeitung: "Ich finde es erstaunlich, dass die Duisburger sich mit der Entscheidung für das Kraftwerk in Walsum ohne Kraft-Wärme-Kopplung so leicht taten." Es habe vor Monaten ein Gesprächsangebot der Krefelder SPD gegeben, bestätigte Hahnen. Dies sei von Duisburg nicht wahrgenommen worden.
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