Krefeld: Kraftwerksgegner: „Hagel ist erst der Anfang“
zuletzt aktualisiert: 14.06.2008Krefeld (RPO). Nach dem klaren Bekenntnis von Oberbürgermeisters Gregor Kathstede (CDU) zu einem Steinkohlekraftwerk im Chemiepark haben gestern Vertreter von neun Umweltschutzorganisationen sowie der grünen Ratsfraktion vor dem Rathaus für den Bau eines kleineren Gaskraftwerkes als Alternative demonstriert. „Hagelschlag und der Orkan Kyrill sind erst der Anfang“, hieß es auf einem Plakat, das Kathstede und Chempark-Leiter Dr. Wolfgang Dresely zeigt. Auch wenn das geplante Uerdinger Steinkohlekraftwerk denselben energetischen Wirkungsgrad wie ein Gaskraftwerk habe, sei doch die CO2-Emission deutlich höher. „Das pustet 4,3 Millionen Tonnen des Klimakillers CO2 pro Jahr in die Luft“, sagte Ulrich Grubert vom Niederrheinischen Umweltschutzverband. Dr. Bernd Kaufmann von der „Ärzteinitiative gegen Steinkohlekraftwerk“ erklärte, dass durch das Steinkohlekraftwerk 124 Tonnen Feinstäube pro Jahr freigesetzt würden. Rolf Rundmund, umweltpolitischer Sprecher der Grünen: „Wir glauben auch, dass der Chempark ein Kraftwerk braucht. Aber warum soll eines gebaut werden, das viermal so viel Leistung bringt wie benötigt wird?“
Hintergründe zum Bau des geplanten Steinkohlekraftwerks im Internet unter www.rp-online.de/krefeld
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