Krefeld: Künstler plant Live-Tod in Haus Lange
zuletzt aktualisiert: 19.04.2008Krefeld (RPO). „Ich möchte eine Person zeigen, die entweder eines natürlichen Todes stirbt oder kurz zuvor gestorben ist.“ So erklärte jetzt der deutsche Künstler Gregor Schneider (39) der angesehenen Londoner Kunstzeitschrift „The Art Newspaper“ den Plan für sein neuestes Kunst-Projekt.
Nun sucht er einen Menschen, der als Teil seiner Ausstellung eines natürlichen Todes stirbt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir Teilnehmer finden“, erklärte Schneider. Er wolle mit seiner Ausstellung „die Schönheit des Todes“ zeigen.
In Krefeld bereits tot gestellt
Einen Ort für seine makaber anmutende Kunst-Performance hat der Mann aus Mönchengladbach bereits gefunden: das Krefelder Museum Haus Lange. Bisher steht eine Antwort des Museums wohl noch aus. Wie Schneider erklärte, werde er die Aktion wahlweise auch in seinem Studio in Mönchengladbach-Rheydt zur Aufführung bringen, sollten sich die Verantwortlichen in Krefeld nicht für seine Idee begeistern können.
Und das können sie offenbar ganz und gar nicht: „In unseren Museen wird es eine solche pietätlose Aktion unter gar keinen Umständen geben“, erklärte Timo Bauermeister, Pressesprecher der Stadt Krefeld.
Bereits im Jahr 2000 war der Künstler im Museum Haus Lange mit einer Ausstellung zu Gast, auch damals drehte es sich ums Thema Tod: Schneider war in der Ausstellung als Gestorbener zu sehen – allerdings hatte er sich damals nur tot gestellt.
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