Krefeld: Leerstand – „kein Grund zur Sorge“
zuletzt aktualisiert: 04.10.2008Krefeld (RPO). Die Mobilität verändert das Einkaufsverhalten. Zum Shopping nach New York – keine Unmöglichkeit mehr: „Die Krefelder vergleichen ihre Stadt jetzt auch mit Weltstädten“, sagt Joel Smolibwoski, der für die Stadt, deren Handel er auf Vordermann bringen soll, auch große Chancen sieht. Krefeld solle nicht jede Mode mitmachen, sondern sich auf seine Stärken besinnen: Architektur, Kultur, gute Verweilqualität. Beide Experten, Joel Smolibowski wie Franz-Joseph Greve, sehen auch Chancen: „Die Innenstadt wird überleben“, sagt Greve, der seinen Optimismus aus Events wie der Straßenmodenschau oder den „Krefelder Samstagen“ schöpft.
Krefelds Vorteile: Vielerorts sind die Mieten in der Innenstadt noch bezahlbar. Dort hat auch ein inhabergeführter Mittelständler eine Chance, unterzukommen. Der aktuelle Leerstand, auf einigen Straßen durchaus sichtbar, ist für beide Experten kein Grund zur Sorge. Leerstand sage nichts über die Dynamik des Standorts Krefeld aus. Greve erklärt das so: „Die Zeiten sind am Handel nicht spurlos vorbei gegangen“ Man könne Produkte durch geschickte Logistik auch auf weniger Fläche lagern. „Daraus resultiert größerer Leerstand. Das heißt aber nicht, dass es hier weniger Geschäfte gibt.“
„In vielen Bereichen voraus“
Aber Joel Smolibowski hat auch Visionen. Wenn er über die City redet, gerät er in Fahrt: „Wir brauchen mehr Posh-Ecken.“ Städte sollen sich einen Charakter geben, über Architektur mit Charme. „Der Standort ist attraktiv, indem man ihn unverwechselbar macht.“ Nach guten Beispielen für die gelungene City muss er nicht lange suchen: er nennt König- und Hochstraße. „In vielen Bereichen sind wir anderen Städten weit voraus.“ Auch die Neusser Straße sei „eine kiezige Ecke“. Ein bisschen fühle er sich an Kreuzberg erinnert: „Viel wird davon abhängen, ob wir pfiffige Einzelhändler nach Krefeld locken“, sagt Smolibowski, dem um die Zukunft der City nicht bange ist.
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