Krefeld: Lieferung der Weihnachtstasse verzögert sich erneut
VON ANDREAS GRÖHBÜHL, MARTIN RÖSE UND JENS VOSS - zuletzt aktualisiert: 01.12.2009 - 14:41Krefeld (RPO). Die Krefelder Weihnachtstasse ist immer noch nicht auf dem Weihnachtsmarkt angekommen. Die von Krefelder Studenten entworfene Tasse sollte normalerweise bereits zur Markteröffnung am 19. November verkauft werden.
Doch die kleine Wallendorfer Porzellan-Manufaktur in Thüringen, die die 600 Tassen produziert, hat Probleme mit der Herstellung, weil das Design mit nach innen verlegtem Henkel sehr extravagant ist. Die Tassen sollen nun in der kommenden Woche nach Nikolaus in Krefeld eintreffen, sagt Verena Tomasik vom Stadtmarketing.
Als Konsequenz aus der Weihnachtstassen-Misere will Tomasik die Jury früher im Jahr über das Tassen-Design entscheiden lassen. Dann kann auch die Produktion früher beginnen. Über Strafen gegen die Porzellan-Manufaktur werde noch nicht nachgedacht, sagte Verena Tomasik. "Wir haben immer sehr gut mit der Firma zusammengearbeitet."
Die Händler auf dem Krefelder Weihnachtsmarkt hoffen derweil darauf, dass das Wetter trocken bleibt. Auch bei den Einzelhändlern zieht das Weihnachtsgeschäft an. Denn der Krefelder Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr von mehr Menschen besucht als in den Jahren zuvor.
Cola-Truck
Auf dem Weihnachtsmarkt hat am Montag der Coca-Cola-Weihnachtstruck Station gemacht. Um 15 Uhr hielt er auf dem Dio-Platz. Im Inneren konnten die Besucher eine virtuelle Truckfahrt quer durch Deutschland erleben. Auch ein Coca-Cola-Weihnachtsmann war an Bord.
Vom Truck aus konnten die Krefelder auch digital per Google Maps ihre Häuser mit Weihnachtsschmuck behängen – für jedes in Deutschland dekorierte Haus zahlt Coca-Cola einen Euro an einen wohltätigen Zweck.
Die städtische Organisatorin des Weihnachtsmarkts, Verena Tomasik, geht von einer Steigerung des Umsatzes im Vergleich zu den vergangenen Jahren aus. Die Markt-Händler spüren seit dem Wochenende ein kräftiges Besucherplus, nachdem ihnen Regen und ungewohnt milde Temperaturen zu schaffen gemacht haben. Der Krefelder Einzelhandel blickt optimistisch auf die kommenden Wochen.
"Die Kaufleute gehen aufgrund der nun schon lange anhaltenden Meldungen über die Finanz- und Wirtschaftskrise mit der gebotenen Vorsicht, aber mit gesundem Optimismus in das Weihnachtsgeschäft", sagte gestern Franz-Joseph Greve, Vorsitzender der Krefelder Werbegemeinschaft.
Der Weihnachtsmarkt sei wichtig für die Stimmung in der Stadt, betonte Greve. Nach den Erfahrungen der Kaufleute wird das Weihnachtsgeschäft erst in diesen Tagen anlaufen, da der erste Adventssamstag noch vor dem Ende des Monats lag und viele Arbeitnehmer ihre Gehaltsüberweisungen abgewartet haben.
Weihnachtsmarkt-Organisatorin Tomasik führt den Zuspruch für den Weihnachtsmarkt auf einige Neuerungen zurück: "Der neue Aufbau an der Mariensäule mit Bühne und den veränderten Budenstandorten kommt bei den Menschen gut an", sagt Tomasik. Auch wenn sie keine genauen Zahlen nennen könne, habe sie den Eindruck, der Markt werde sehr gut besucht. Verena Tomasik hofft, dass zum Dezember noch einmal mehr Besucher kommen. "Jetzt ist das Weihnachtsgeld auf dem Konto, das wird man merken", sagt sie.
Auch unter den Händlern sei die Stimmung sehr gut. "In den Vorjahren hat es ja immer den einen oder anderen Meckerer gegeben", räumt die Frau vom Krefelder Stadtmarketing ein. Das sei diesmal aber nicht der Fall.
"Umsätze aus früheren Jahren erreichen wir zwar nicht mehr, aber seit es nicht mehr regnet, sind die Kunden da", erklärt Günter Thommessen, Geschäftsführer der Glühweinstände. Besonders der Besuch des Coca-Cola-Trucks habe sich positiv bemerkbar gemacht, berichteten zahlreiche Händler übereinstimmend. "Heute sind deutlich mehr Besucher da als an einem normalen Montagnachmittag", hieß es übereinstimmend bei Würstchenbuden, Kinderkarussels und Reibekuchenstand.
Tomasik berichtet, sie habe vermehrt Anfragen von Budeninhabern beantwortet, die nur zu besonderen Anlässen wie dem Cola-Truck einen Stand aufbauen wollten. Doch die Organisatorin lässt ein derartiges Kommen und Gehen der Geschäfte während des Weihnachtsmarkts nicht zu.
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