Krefeld: Marode Straßen
VON ANNETTE SCHEEPERS - zuletzt aktualisiert: 18.09.2008Krefeld (RPO). Schlaglöcher, Flickwerk und Kanten – an vielen Stellen entspricht der Zustand der Straßen in Krefeld nicht den Idealvorstellungen der Auto- und Zweiradfahrer. Die RP stellt exemplarisch drei Orte vor.
Im Moment macht Auto fahren wenig Spaß, der Benzinpreise wegen. Auch die Staus sind kein Vergnügen. Wenig erquicklich ist auch oft der Zustand der Straßen in Krefeld. Da macht es sogar oft keinen Unterschied, ob man mit dem Auto oder mit dem Fahrrad unterwegs ist. Die Rheinische Post hat in der Stadt ein paar kritische Punkte genauer unter die Lupe genommen.
Moerser Straße Auf dem Weg zur Telekom und zur Ricarda-Huch-Schule ist Festhalten angesagt. Der Straßenbelag ist schlecht und teilweise aufgerissen. Ein großes Schlagloch vor der Schule fällt sofort ins Auge. Radler und Autofahrer werden – zumindest streckenweise – durchgerüttelt.
Ihre Problem-Straßen
Was halten Sie vom Zustand der Krefelder Straßen? Welche schadhaften Stellen ärgern Sie besonders? Wo müsste als nächstes ausgebessert werden?
Und natürlich umgekehrt: Wo hat die Stadt vorbildlich gearbeitet, wo radeln und fahren Sie besonders gerne lang? Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen und schicken Sie sie per E-Mail an redaktion. krefeld@rheinische-post.de
Dahler Dyk An manchen Stellen ist es hier auch nicht besser. Holprige Abschnitte überall. Besonders für Radfahrer lauert in Höhe des Gartenbauvereins eine Gefahr. Die könnte, je nach Glück oder Pech, „nur“ für eine Acht im Reifen sorgen, aber auch für Schürfwunden und blaue Flecken. Ein runder Gullydeckel, der normalerweise plan mit dem Boden abschließt, erhebt sich mehrere Zentimeter über die Straßenoberfläche – und das mitten auf der Fahrbahn. Ruckelt unangenehmst im Auto und kann nicht nur für Zweiradfahrer gefährlich werden.
Philadelphiastraße Die lange, vielbefahrene Straße war erst gestern wieder Schauplatz eines Verkehrsunfalls. Grund war allerdings nicht der schlechte Zustand dieser Straße, sondern die zuletzt mehrmals veränderte Verkehrsführung.
Zum einen lässt sich die Philadelphiastraße wegen der Schienen unangenehm fahren. Zudem befindet sich die Decke in schlechtem Zustand: Sie ist mehrfach geflickt, und in der Mitte scheint altes Kopfsteinpflaster durch.
Das sagt die Stadt Durchschnittlich 2,3 Millionen Euro steckt die Stadt in den Straßenbau. „Dabei entfallen 1,3 Millionen allein auf den Unterhalt des Straßennetzes, also ohne Grünpflege und Baumwurzel-Beseitigung“, sagt Hartmut Könner, Leiter des Krefelder Tiefbauamts. Nochmal eine Millionen Euro werde in Erneuerungen gesteckt. Zusätzlich fielen Einzelbaumaßnahmen mit ebenfalls durchschnittlich einer Million Euro im Haushalt an.
„Wir konnten wegen des Haushaltsicherungskonzepts sicherlich weniger im Straßenbau machen, als wir uns vorgestellt haben“, sagt Könner. „Doch damit stehen wir nicht alleine da. Fast alle Städte haben Probleme im Bereich der Straßeninfrastruktur.“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



