Krefeld: Mediothek wird nicht "Bibliothek des Jahres"
zuletzt aktualisiert: 23.06.2008 - 12:44Krefelds neue Mediothek erhält zwar nicht die Auszeichnung "Bibliothek des Jahres 2008", wurde aber von der Jury gelobt und ermuntert, sich in zwei, drei Jahren erneut zu bewerben. Zur Weiterentwicklung schlug die Jury eine eigene Webseite vor.
Über das Ergebnis der Jurysitzung zur „Bibliothek des Jahres“ wurde der Leiter der Krefelder Mediothek, Helmut Schroers, jetzt in einem Schreiben der Vorsitzenden des Deutschen Bibliotheksverbands, Professor Dr. Gabriele Berger, benachrichtigt. „Wir bedauern sehr, dass Ihre Bibliothek in diesem Jahr nicht für den Titel ausgewählt worden ist“, heißt es in dem Schreiben.
Die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an die Bayrische Staatsbibliothek in München, die insbesondere dadurch punktete, dass sie als internationale Forschungsbibliothek mit Landes- und Archivfunktion und als Teil der „Virtuellen Nationalbibliothek“ auf allen Gebieten innovative Leistungen erbringt und dabei den Bibliotheksnutzer in den Mittelpunkt stellt. Durch die Entwicklung von digitalen internetbasierten Diensten für Forschung, Lehre, Studium und Bildung sowie die Integration von klassischen Bibliotheksleistungen in neue webbasierte Arbeitsumgebungen stellt sie sich überzeugend den Herausforderungen der modernen Wissensgesellschaft, heißt es in der Begründung.
Ein Lob hatte die Jury aber auch für die Krefelder Mediothek übrig: „Ihre sorgfältig ausgearbeitete Bewerbung wurde von den Jurymitgliedern durchweg sehr positiv aufgenommen“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Die Jurymitglieder möchten Sie gerne ermutigen, sich in zwei oder drei Jahren erneut zu bewerben, wenn konkreter wird, wie Sie die geplanten Angebote in Ihrem wunderbaren Neubau realisieren konnten“.
Die Jury war wohl sehr beeindruckt, was in Krefeld mit vergleichsweise geringen Ressourcen durch gute Lobbyarbeit und durch gewachsene Kooperationen bisher schon erreicht wurde. Als Ratschlag für die Weiterentwicklung empfehlen die Jurymitglieder: „Es wäre ein weiterer Pluspunkt, wenn eine bibliothekseigene Website als zentrales Medium der modernen Öffentlichkeitsarbeit eingerichtet werden könnte. Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören, wenn Sie Ihre Angebote weiter umsetzen konnten“.
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