Krefeld: Mehr Platz für graue Riesen?
VON BÄRBEL KLEINELSEN - zuletzt aktualisiert: 25.09.2007Krefeld (RPO). Eine Antwort auf die Elefanten-Frage ist in Sicht. Nach der Mobilen Redaktion der RP spricht sich die SPD für einen zügigen Umbau der Anlage aus. Auch Joachim C. Heitmann (FDP) möchte schnell handeln.
Rhena, Mumptas Mahal und Yheetoo sollen nicht länger an Ketten stehen. In diesem Punkt sind sich die Aufsichtsratsmitglieder der gemeinnützigen Zoo GmbH einig. Wichtig ist den Vertretern von CDU, SPD und FDP aber auch, dass die Elefantenhaltung in Krefeld Zukunft hat. „Wir müssen das Gehege zeitnah artgerecht gestaltet“, fordern die SPD-Ratsherren Klaus Kokol und Hans Butzen. Nach der Diskussion am Stand der Mobilen Redaktion der RP überlegten sie sich deshalb drei Alternativen, wie ein Umbau zu finanzieren sein könnte.
Eine Möglichkeit ist es ihrer Ansicht nach, die Erweiterung des Elefantengeheges vorzuziehen. Im Investitionsplan des Zoos für 2007 bis 2011 steht sie derzeit unter „momentan nicht finanzierte Objekte“. „Wir könnten die Sanierung des Bauernhauses, das Forscherhaus und die Umgestaltung des Eingangsbereichs verschieben“, schlägt Hans Butzen vor. Die Ausgaben für den Wirtschaftshof könnten auf 1 200 000 Millionen Euro begrenzt werden. Bereits 2008 wäre laut Butzen ein Umbau des Elefantengeheges über den Weg hinaus in Richtung Afrikawiese möglich.
„Nein“ zu Elefanten
Die Unabhängigen Bürger sagen Nein zur weiteren Elefantenhaltung im Zoo. Die Tiere würden zurzeit mehr als Attraktion und nicht als Lebewesen wahrgenommen. Der Krefelder Zoo solle seinem Anspruch als Artenschutzzentrum auch bei der Haltung seiner Tiere gerecht werden.
Abgelehnt wird von den Unabhängigen Bürgern auch die Überlegung, den Neubau des Wirtschaftshofes zugunsten der Elefanten zu verschieben.
Als zweite Alternative schlagen die SPD-Aufsichtsratsmitglieder vor, die Erweiterung der Anlage durch einen Investor und auf Basis eines Leasingvertrages zu finanzieren. Ebenso sei es aber auch möglich, eine Spendenaktion zu initiieren. „Es können auch alle drei Alternativen gut miteinander verbunden werden“, erläutert Ratsherr Butzen.
Auch Aufsichtsratsvorsitzender Joachim C. Heitmann würde eine schnelle Lösung begrüßen. „Eine Erweiterung der Elefantenanlage wäre mit einem Ausbau des Nashorn-Geheges verbunden. Dafür sind im Investitionsplan 1 100 000 Euro eingeplant.“ Nicht in Frage kommt seiner Meinung nach, das Forscherhaus zu verschieben.
„Das ist ein Projekt, das besonders Familien mit Kindern anspricht. Davon würde ich nicht abrücken“, sagt der FDP-Ratsherr. Auch die Sanierung des Regenwaldhauses steht für ihn nicht zur Debatte. Die Sanierung des Bauernhauses lässt sich seiner Meinung nach eher verschieben. „Auf Dauer würde die Verwaltung sowieso in den neuen Wirtschaftshof einziehen. Ein Zwischenumzug in das Bauernhaus macht da wenig Sinn.“
Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen erarbeitet zurzeit einen neuen Investitionsplan, den er in der Dezembersitzung dem Aufsichtsrat vorstellen möchte. „Gewisse Verschiebungen werde ich darin vornehmen. Es sind schon Puffer vorhanden, die wir vielleicht nutzen können.“ Die Sanierung des Bauernhauses gehört für den Geschäftsführer der Zoo GmbH jedoch nicht dazu. „Von bereits laufenden Projekten sollten wir nicht abrücken.“
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