Krefeld: Mehrere Bürgervereine wollen aus AKB austreten
zuletzt aktualisiert: 04.11.2009Krefeld (RPO). Heute Abend tagt die Arbeitsgemeinschaft Krefelder Bürgervereine (AKB) – bei der Vorstandssitzung könnte es nach RP-Informationen krachen. Bis zu zehn Bürgervereine sollen im Vorfeld der Sitzung erwogen haben, aus dem Gremium auszusteigen. Bestätigt haben ihren geplanten Rückzug der Bürgerverein Bockum mit dem Vorsitzenden Dr. Wilhelm Kolder und der Bürgerverein Süd mit der Vorsitzenden Brigitte Reich, die zuvor Gesamt-Vorsitzende die AKB war. Grund für die bevorstehende Revolte ist der bisher einzige Kandidat für den Vorsitz des Gremiums: Hans-Jürgen Herzog (Ehrenvorsitzender BV Forstwald). Mit ihm sind offenbar mehrere Bürgervereine nicht einverstanden.
14 000 Mitglieder haben Krefelds Bürgervereine insgesamt. 30 der 34 Heimat- und Bürgervereine sind Mitglied im Dachverband AKB. Im Frühjahr war es zu einem Streit gekommen, als mehrere AKB-Mitglieder der Vorsitzenden Brigitte Reich eigenmächtiges Handeln vorwarfen. Der Vorstand, neben Reich auch Dr. Wilhelm Kolder, Engeline Franken, Siegfried Leigraf, Heinz-Werner Knoop, Manfred Adam, Bernhard Sürder, Heinz Dieter Wittig und Gerda Rocker, trat daraufhin geschlossen zurück. Danach wurde im Mai ein Interimsvorstand um Bernd Albrecht (BV Süd-West) eingesetzt. Jetzt wird ein neuer Vorstand gesucht.
Im Interview mit der RP hatte Herzog vor wenigen Wochen gesagt, er sei kein "Kompromiss-Heini". Brigitte Reich sagt: "Als Vorsitzender der AKB muss man aber Kompromisse machen können, schließlich müssen Interessen von allen Bürgervereinen unter einen Hut gebracht werden. Das geht nicht ohne Kompromisse." Herzog sagte gestern der RP, dass er hoffe, eine Mehrheit zu finden. Danach wollte er die AKB in ruhiges Fahrwasser führen. Dafür ist jedoch erst ein Votum des Gremiums für ihn nötig.
Der Interimsvorstand sollte die heutige Jahreshauptversammlung und eine neue Satzung vorbereiten. Vor der Wahl des Vorstandes muss die neue Satzung beschlossen werden. Wird die angenommen, kann nach neuem Modus gewählt werden. Dann müsste der Vorstand sechs Mitglieder stark sein und geheim gewählt werden. Nach alter Satzung hätte der Vorstand zehn Mitglieder und es würde in offener Abstimmung gewählt.
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