Krefeld: Mehrheit für Zuschuss
zuletzt aktualisiert: 15.11.2008Krefeld (RPO). Der Hauptausschuss des Stadtrates wird in der kommenden Woche beschließen, den Theaterzuschuss für die laufende Spielzeit um 490 000 Euro zu erhöhen. Gestern Morgen erreichte die Fraktionen die entsprechende Vorlage der Stadtverwaltung. Im Ausschuss zeichnet sich eine Mehrheit von SPD, Grünen und FDP ab. Eine Lösung ist dies dennoch nicht, da noch eine Zustimmung von Mönchengladbach fehlt.
OB Gregor Kathstede wird die Vorlage nicht zurückziehen. „Ich bleibe bei meinem Vorschlag: Einen Theaterhaushalt kann man in laufender Spielzeit nicht kürzen.“ Dies sei auch in der Fraktion besprochen gewesen.
Heftige Kritik an Fabels Vorpreschen gab es von der SPD. Die CDU wolle dem Theater den Hahn zudrehen, wetterte SPD-Fraktionschef Ulrich Hahnen. „Das ist der Höhepunkt einer kulturpolitischen Geisterfahrt, der der Stadt großen Schaden zufügen wird.“ Klare Zusagen würden gebrochen, sagte SPD-Kulturfachmann Klaus Kokol. Er konstatierte eine niedrige Wertschätzung des Oberbürgermeisters in der CDU-Fraktion: „Wer vom Fraktionsvorsitzenden so vorgeführt wird, verliert jeden Anspruch, als Kulturpolitiker ernst genommen zu werden.“ Die Diskussionen um Monet-Verkauf, das Chaos bei der Sanierung des Kaiser-Wilhelm-Museums und die jetzige Zuschussblockade würden ein katastrophales Licht auf den Kulturstandort Krefeld werfen.
Die Kulturpolitik der CDU entwickle sich zu einem „reaktiven, konzeptlosen Notfallmanagement“, kritisierte Ratsfrau Heidi Mathias (Grüne). Die CDU habe sich vor einer kulturpolitischen Debatte gedrückt und ziehe jetzt panikartig die Reißleine.
Die FDP wird bei der Abstimmung auf Konfrontation zum CDU-Fraktionschef gehen. „Wir müssen in der laufenden Saison nachbessern. Die Verträge müssen erfüllt werden“, erklärte FDP-Chef Joachim Heitmann. „Wir können den Beschluss der CDU nicht nachvollziehen.“
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