Krefeld: Millionen für die Hochschule
VON MARTIN RÖSE - zuletzt aktualisiert: 24.11.2009Krefeld (RPO). Die Hochschule Niederrhein bekommt eine beträchtliche Zuweisung aus dem NRW-Wissenschaftsministerium. Von den Millionen wird insbesondere der Standort Krefeld profitieren. Das Land NRW will die Kapazität der Kooperativen Ingenieur-Ausbildungen ausweiten.
FH in Zahlen
Erstsemester Die Zahl der Erstsemester steigt nach Angaben der FH gegenüber dem Vorjahr um 240 auf 2281 an. Das ist ein Plus von 11,8 Prozent. Das Statistische Landesamt legte vorläufige Zahlen vor, nach denen die Zahl der Studienanfänger an der FH Niederrhein im Wintersemester auf 1907 sinkt; diese Zahl ist nach Angaben der Hochschule mittlerweile überholt.
Studenten Zum Wintersemester wird die FH insgesamt 10 424 Studenten haben, 17 weniger als vor einem Jahr.
Bei der Hochschule Niederrhein (HN) wartet das Rektorat zurzeit auf erfreuliche Post aus Düsseldorf. NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) wird der chronisch überbelegten Hochschule Niederrhein bald mitteilen, dass sie eine millionenschwere Zuweisung zu Beginn des nächsten Jahres erhält, damit sie ihre Kapazität erweitern kann. Nach Informationen unserer Zeitung soll sich die Zuweisung des Ministeriums im oberen einstelligen Millionenbereich bewegen.
Rudolf Haupt, Sprecher der Fachhochschule, erklärte gestern auf Anfrage: "Die Zahl möchte ich nicht kommentieren. Aber es stimmt, dass wir für Anfang 2010 eine beträchtliche Zuweisung aus dem NRW-Bildungsministerium erwarten."
Auch andere Hochschulen in Nordrhein-Westfalen werden vom Ministerium mit Zuweisungen bedacht, aber die Hochschule Niederrhein gehört zu denen mit der höchsten Zuweisung. "Wir sind mit unserem Abschneiden bei dem Förderprogramm sehr zufrieden", sagte Haupt.
Nach dem Streit um die Verwendung der Studiengebühren und dem Skandal um einen Dozenten, der Studenten abgezockt haben soll, ist es die erste gute Nachricht für die HN seit Monaten. Insbesondere der Standort Krefeld wird von den Millionen aus Düsseldorf profitieren. Ausgebaut werden sollen nämlich vorrangig die so genannten Kooperativen Ingenieur-Ausbildungen.
Vier der fünf entsprechenden HN-Studiengänge werden in Krefeld angeboten, nur einer am anderen Standort der Fachhochschule, in Mönchengladbach. Dieses duale Studium kombiniert die eher theoretische wissenschaftliche Lehre der Hochschule mit der vor allem praktisch ausgerichteten beruflichen Erfahrung in einem Unternehmen.
Wegen des starken Andrangs – die Auslastung der Hochschule Niederrhein liegt nach eigenen Angaben derzeit mit rund 10 400 Studenten bei 147 Prozent – hat die Hochschule Niederrhein mittlerweile auf jeden zweiten Studiengang Zugangsbeschränkungen eingeführt, zuletzt noch vor diesem Wintersemester im Fachbereich Maschinenbau.
Trotzdem verzeichnet die HN gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr Studienanfänger im Wintersemester. Ihre Zahl wird von 2041 auf 2281 Erstsemester steigen – das entspricht einem Plus von 11,8 Prozent.
Zum Vergleich: Im landesweiten Durchschnitt wird die Zahl der Studienanfänger an den Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen gegenüber dem vergangenen Wintersemester nur um 6,5 Prozent ansteigen.
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