Krefeld: Mord unter Indern
zuletzt aktualisiert: 01.12.2007Krefeld (RPO). Haben sich die beiden Angeklagten Lakhvir und Andhir S. 1995 aktiv an der grausamen Tötung ihres Landsmannes beteiligt? Um diese Kernfrage dreht sich seit fünf Verhandlungstagen der Prozess vor dem Landgericht.
Die Angeklagten hatten sich in die USA abgesetzt und sind erst vor kurzer Zeit dort gefasst und nach Deutschland ausgeliefert worden. Bis auf die Polizisten, die damals Verhöre geleitet hatten, waren die gestrigen Zeugen alle in das Verbrechen verwickelt, sind bereits damals verurteilt worden.
Der Richter hatte Mühe, den Männern klar zu machen, dass zwar als Angeklagte das Recht hatten, zu lügen – aber dass sie jetzt als Zeugen die Wahrheit sagen müssen. In so manchen Kopf wollte das nicht so recht hinein und so kam es zu der Ermahnung: „Sie machen jetzt einen Fehler. Ihnen kann nichts passieren, wenn Sie die Wahrheit sagen.
Aber so bringen Sie sich in arge Schwierigkeiten!“ Vor diesem Hintergrund haben nahezu alle Zeugen ihre Aussagen widerrufen. Vor zwölf Jahren hatten sie ausgesagt, dass sie mit einem Taxi dem Kleinbus gefolgt seien, in dem das Opfer transportiert wurde. Jetzt wollen alle zu Fuß gegangen sein, so dass bei ihrem Eintreffen die tödlichen Schläge bereits gefallen sein sollen.
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