Krefeld: Nachbarn des Theaters
zuletzt aktualisiert: 10.08.2009Krefeld (RPO). Jetzt zieht das Theater wieder nebenan ein. Sie geben die Theaterkasse wider ab, ebenso die Matineen und Kammerkonzerte – mit Erleichterung oder Bedauern?
Schroers Mit einer Mischung aus beidem. Für uns war das praktizierte Nachbarschaftshilfe. Aber wir freuen uns, dass das Umfeld besser wird, der Bauzaun wegkommt. Und das Lesecafé wird demnächst wieder von zwei Kundenstämmen besucht. Wenn wir um 19 Uhr schließen, kommen die Theatergänger.
Überlegen Sie, die Öffnungszeiten der Mediothek zu verlängern, vielleicht einen Büchertisch zum Theaterprogramm aufzubauen?
Schroers Längere Öffnungszeiten sind mit unseren Rahmenbedingungen nicht machbar. Wir werden im Herbst eine Kundenbefragung vornehmen, die zeigt, welche Zeiten sich unsere Nutzer wünschen. Vielleicht müssen wir dan an unserem Zeitgerüst etwas verschieben. Ich bin Realist: Mehr Öffnung wird nicht möglich sein.
Und wenn es dafür zusätzliche Stellen gäbe?
Schroers Das wäre unter den derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schön um wahr zu sein. Und mindestens genauso wichtig ist genügend Geld für den Anschaffungsetat. Ohne ein gutes Bestandsangebot bringen die besten Öffnungszeiten und das schönste Gebäude nichts.
Petra Diederichs führte dieses Interview.
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