Krefeld: Neue Madagaskar-Voliere im Zoo
zuletzt aktualisiert: 03.07.2008Krefeld (RPO). Mit ihren langen, gebogenen Schnäbeln stochern die zwei Mähnenibisse in dem rot gefärbten Sand nach Insektenlarven. „Das ist ihre Lieblingsbeschäftigung: stochern und in den Nestern kuscheln“, erklärte Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen gestern bei der Eröffnung der neuen Voliere im Vogelhaus.
„Madagaskar hatte für mich schon als Student einen gewissen Zauber. Als Artenschützer bin ich allerdings nicht begeistert von den Entwicklungen auf der Insel“, so Dreßen. Viele der Tier- und Pflanzenarten der 590 Quadratkilometer großen Insel seien durch Waldrodungen bedroht. 102. 000 Hektar Wald werden jährlich abgeholzt.
Mit viel Liebe zum Detail installierten die Zoomitarbeiter einen Bach, sorgten für Feuchtigkeit und suchten lebensraumnahe Pflanzen aus. Auch die rote Erde auf Madagaskar wollte man in der Voliere simulieren. Da die aber schwierig zu bekommen ist, mischten sie die hiesige Erde mit zerkleinerten Ziegelsteinen. Dank Spenden von Unternehmern konnte der Umbau finanziert werden. Firmeninhaber und Spender Paul Meulendick freut sich, helfen zu können: „Die Voliere ist super gelungen!“
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