Krefeld: Neue Regeln für Hundewiesen
VON MARTIN RÖSE - zuletzt aktualisiert: 25.06.2009Krefeld (RPO). Krefelds Hundehalter müssen künftig auch auf extra ausgewiesenen Freilaufwiesen die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsorgen. Das hat jetzt der Stadtrat mit den Stimmen von CDU, SDP und Grünen beschlossen.
Bislang waren Hundefreilaufwiesen ausdrücklich von der Verpflichtung ausgenommen, "die Verunreinigungen unverzüglich zu beseitigen", wie es in der "Ordnungsbehördlichen Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf den Verkehrsflächen der Stadt Krefeld" heißt. Nach wie vor erlaubt ist aber, den Hundekot im Rinnstein zu entsorgen.
Wo bleiben Hundekotstationen?
Im Hauptausschuss kritisierte der FDP-Fraktionsvorsitzende Joachim C. Heitmann die Verwaltung. "Ich bin nicht dagegen, dass die Hundebesitzer auf den Freilaufflächen die Hinterlassenschaften ihrer Hunde beseitigen", erklärte er. "Aber wir hatten im Verwaltungsausschuss ein ganzes Paket an Maßnahmen beschlossen. Dazu gehörte beispielsweise auch die Suche nach weiteren Freilaufflächen für Hunde im Stadtgebiet."
Auch hätten die Politiker im Frühling bereits die versuchsweise Einführung von Hundekotstationen gefordert. "Davon hören und sehen wir überhaupt nichts. Das halte ich nicht für befriedigend." Die mehr als 10.000 Hundebesitzer in Krefeld hätten im vergangenen Jahr mehr als 920.000 Euro Hundesteuer bezahlt. Heitmann: "Das muss doch möglich sein, wenn man so viel Geld abzockt, auch etwas für die Hundebesitzer zu tun."
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