Krefeld: Neue Route für Narrenzug
VON JOCHEN LENZEN - zuletzt aktualisiert: 28.01.2009Krefeld (RPO). Der Rosenmontagszug zieht erstmals nicht mehr am "Nordbbahnhof" vorbei. Dennoch muss das Festkomitee beim Zugweg Rücksicht auf die Gastronomie nehmen. Oberbürgermeister kommentiert am Rathaus.
Erstmals seit vielen Jahren führt der Rosenmontagszug nicht mehr am "Nordbahnhof" vorbei, der bis dahin einer der großen Anlaufpunkte des närrischen Treibens war. Grund sind die Alkoholexzesse, die dafür gesorgt hatten, dass das Sanitätszelt in der Nähe bereits zur Halbzeit des Zugs vor allem von Jugendlichen belegt war. Wirt und Inhaber Viktor Furth und das Festkomitee Krefelder Karneval (FK) hatten daraufhin die Großveranstaltung mit Zugkommentar am "Nordbahnhof" abgesagt.
Kioske werden kontrolliert
Gegen den Alkoholmissbrauch werden wieder Gruppen des Ordnungsamts, des Jugendamts und der Polizei patrouillieren und auch darauf achten, dass Kioske keinen Alkohol an Jugendliche verkaufen. Zugleiter Rolf Kox weist außerdem eindringlich darauf hin, dass für alle Teilnehmer des Rosenmontagszugs absolutes Alkoholverbot gilt. Das Festkomitee werde – wie im vergangenen Jahr – betrunkene Narren und, wenn nötig, auch ganze Wagen oder Gruppen aus dem Zug entfernen lassen. "Wir wissen, dass wir das Problem nicht lösen, aber etwas zur Vorbeugung tun können", sagt FK-Präsident Albert Höntges. "Deshalb haben wir auch die ,Aktion gegen das Komasaufen' angestoßen, die übers ganze Jahr unter Federführung der AOK und der Suchtprävention der Caritas, des Alexianerkrankenhauses und der Feuerwehr läuft.
Da das FK den gesamten Zugweg von der Stadt gepachtet hat und durch Stände am Wegesrand zur Teilfinanzierung des Zugs vermarktet, unterliegt der Weg einer gewissen Rücksicht auf anliegende oder benachbarte Gastronomien. Der Weg sei in seinem Verlauf daher einem gewissen Zwang unterworfen; und nimmt einen streckenweise neuen Verlauf.
Ab 12.11 Uhr zieht der Zug vom Sprödentalplatz, wo Volker Diefes als erster Kommentator eingesetzt ist, über die "Rhenania-Allee" (Kommentator vor dem "Picnic": Andreas Dams) bis zum Rathaus; dort kommentieren OB Gregor Kathstede und Christian Lach von der Welle Niederrhein. Dann führt der Weg links zur St. Anton- und im Zickzack-Kurs über Friedrich-, Rhein- Loh- und Marktsraße (am Behnisch-Haus kommentiert Rolf Frangen) auf den Ostwall bis zur Hansastraße. Dort geht es am Hansa-Centrum vorbei und dann durchgehend über die Neusser Straße bis zum Neumarkt und über die Markt- (Uwe Croonenbroeck kommentiert an "Et Bröckske") bis zur Hubertusstraße. Vorbei an "Herbst Pitt" und "Dachsbau" biegt der Zug nach rechts in die Drießendorfer Straße ein und zieht weiter bis zur Sternstraße mit "Diebels Faskeller" und "Gleumes". Von dort geht es über den Friedrichsplatz bis zur St. Anton-Straße, wo sich der Zug in Höhe der RP auflöst, deren Bus dem Zug voran fahren wird.
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