Krefeld: Niers-Express: Erste Fahrt des neuen Zuges
VON SEBASTIAN PETERS UND SVEN DURGUNLAR - zuletzt aktualisiert: 17.11.2009 - 16:32Krefeld (RPO). Der neue Zug hat am Dienstag erfolgreich seine Jungfernfahrt absolviert. Pünktlich um 13.50 Uhr startete der Triebwagen vom Typ Lint 41 im Krefelder Hauptbahnhof zu seiner Fahrt nach Kleve und zurück. Die Nordwestbahn (NWB) übernimmt ab Mitte Dezember zwei Nahverkehrslinien im Auftrag des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR).
Der Niers-Express, bisher von der Deutschen Bahn bedient, gilt als Problembahn, weil er hinter Krefeld – von Geldern bis Kleve – nur noch eingleisig bis Kleve fährt. Wenn es auf einer Strecke zu Zeitverzug kommt, kommt die Bahn zurück auch später. Die neuen Züge sollen Verspätungen besser wieder einholen können.
Der private Osnabrücker Eisenbahngesellschafter hatte sich gegen mehrere Bieter in einem europäischen Wettbewerbsverfahren durchgesetzt und wird die nächsten 16 Jahre unter anderem die Strecken Niederrhein-Express (Duisburg – Xanten) und Niers-Express (Kleve – Düsseldorf) fahren. Bisher betreibt das Unternehmen im VRR bereits die Linie Dorsten – Essen – Borken.
Zum Biers-Rhein-Emscher-Netz gehören die Linien:
RE 10 Niers-Express Kleve - Kempen - Krefeld - Düsseldorf
RB 31 Der Niederrheiner Duisburg - Rheinhausen - Moers - Xanten
RB 36 Ruhrort-Bahn Oberhausen - Duisburg Ruhrort
RB 44 Der Dorstener Oberhausen Bottrop Dorsten
Innenräume videoüberwacht
Die neuen Dieseltriebwagen werden auf dem Niers-Rhein-Emscher-Netz zwischen Düsseldorf und der niederländischen Grenze eingesetzt. Die geräumigen und hellen Wagen bieten pro Einheit 136 Sitzplätze und etwa 105 Stehplätze.
Mit einem niveaugleichen Einstieg und Schiebetritten zur Spaltüberbrückung zwischen Zug und Bahnsteigkante sind die Züge an die Bahnsteighöhen angepasst. Die Videoüberwachung der Innenräume soll für stärkeres Sicherheitsempfinden der Fahrgäste sorgen.
400 der Fahrzeuge sind bereits im Einsatz. "Die Wagen haben sich mit einer Laufleistung von mittlerweile 350 Millionen Zugkilometern bewährt", sagt Jochen Slabon, Leiter Geschäftsbereich Regionalverkehr von Alstom. Die zweiteiligen Dieseltriebzüge werden in Salzgitter entwickelt und gebaut.
Mit dem Betreiberwechsel sind auch neue Arbeitsplätze für die Region geschaffen worden. Für das Netz hat die Nordwestbahn insgesamt 100 Personen eingestellt.
Die Nordwestebahn mit Sitz in Osnabrück iste eine Tochter der Stadtwerke Osnabrück, der Verkehr und Wasser GmbH
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