Krefeld: Null Toleranz für Müllsünder
VON STEFANIE SANDMEIER - zuletzt aktualisiert: 18.04.2007Krefeld (RPO). Die Stadt will stärker gegen Bürger vorgehen, die die Innenstadt verschmutzen. Das teilte OB Kathstede gestern zu Beginn der Frühjahrsputzaktion mit. Ab Mai sollen zusätzliche private Ordnungsdienste für Sauberkeit sorgen.
Sie ist knatsch-gelb, klein und in einem viereckigen Anhänger verpackt – pünktlich zum Frühjahrsputz ist die Kaugummi-Maschine wieder im Einsatz. Mit speziellen Bürsten und Reinigungsmitteln möchte die städtische Reinigungsfirma GSAK sämtlichen Kaugummis auf den Straßen den Kampf ansagen. „Kein leichte Aufgabe“, wie GSAK-Geschäftsführer Ulrich Gilessen erklärt. Denn ist die klebrige Masse erst einmal festgetreten, ist es schwierig, diese zu entfernen. „Oft schafft die Maschine nicht einmal 100 Quadratmeter am Tag.“
„Innenstadt ist die Visitenkarte“
Ein Aufwand, den die Stadt dennoch gerne betreibt. „Wir wollen nicht länger zulassen, dass Menschen wahllos ihren Müll fallen lassen und die Stadt verschmutzen“, sagt Oberbürgermeister Gregor Kathstede. Schließlich werde die Aufenthaltsqualität in der City von einem gepflegten Erscheinungsbild geprägt. Jeder Bürger sei aufgefordert, etwas gegen die Verschmutzung zu tun.
Doch derartige Säuberungsaktionen helfen nur, wenn sich auch am Verhalten der Menschen etwas ändert. Deshalb will die Stadt alle, die zur Verschmutzung beitragen, noch stärker in die Verantwortung nehmen. „Wer Zigaretten, Kaugummis oder Müll einfach wegwirft, muss zahlen“, so Kathstede. „Dabei wird die Stadt null Toleranz walten lassen.“ Ab Mai soll es deshalb einen zusätzlichen privaten Ordnungsdienst geben, der zusammen mit dem Kommunalen Ordnungsdienst vertreten sein wird. Ein zusätzlicher Kleinbus soll zudem die Präsenz steigern. Im Stadtwald, wo es erst am Wochenende zu Verwüstungen kam und sich Müllberge stapelten, wollen sich GSAK und der Fachbereich Grünflächen künftig an sieben Tagen um die Reinigung kümmern. „Wir müssen den Leuten begreiflich machen, dass es nicht um die Stadt, sondern um unsere Stadt geht“, sagt Franz-Joseph Greve, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Die Innenstadt ist unsere Visitenkarte.“
Deshalb sollen während der Säuberungsaktion nicht allein die Kaugummis beseitigt werden. Die GSAK wird das Grundreinigen der Straßen und Plätze übernehmen, die Fassaden- und Schaufensterreinigung unterliegt den Einzelhändlern, während sich der Fachbereich Grünflächen um die Aufbauarbeiten zerstörter Pflanzen- und Rasenflächen durch den Orkan „Kyrill“ kümmern soll. Die Instandhaltung und Reinigung von Straßenlaternen unterliegt dem Fachbereich Tiefbau.
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