Krefeld: Pinguine-Fans machen Radio
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 21.02.2009Krefeld (RPO). Mittendrin statt nur dabei: Eine Gruppe von Fans der Krefeld Pinguine überträgt seit dem 23. Dezember die Auswärtsspiele der Schwarz-Gelben über das Internet. Zu hören sind die Radioübertragungen über die Homepage www.kev-fans.de – auch morgen Abend beim Spiel gegen die DEG.
KEV-Fans.de
Gründungsdatum 26.11.2007
Team: Frank Obernbichler, Jens Schwirtz, Markus Wiedelbach, Dirk Gollits, Sven Wefels, Dirk Tschich und Thomas Wengel
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Um Radio zu machen, braucht man eigentlich nur ein Handy. Das allerdings ist dann verbunden mit einem Computerserver in Frankfurt, und wer dann in das Mobiltelefon hineinspricht, der ist sogleich auch im Internet zu hören. Klingt einfach, ist es aber nicht. Aber zumindest ist dies, etwas vereinfacht ausgedrückt, die Art, wie das KEV-Fan-Radio arbeitet. Via Laptop mit UMTS-Stick oder eben dem Handy sind die Fans mit dem WWW verbunden, beschreiben jeden Spielzug, den die Pinguine auf dem Eis in fremden Hallen tun. Zum nächsten Mal übrigens morgen Abend ab 18.15 Uhr aus dem ISS Dome in Düsseldorf.
Seit dem 27. November 2008 gibt es die Gruppe von Fans der Krefeld Pinguine, die auf die Idee gekommen ist, mit zu den Auswärtsspielen zu fahren und von den jeweiligen Arenen aus die Spiele der Auswahl von Trainer Igor Pavlov zu übertragen. "Aber wir verstehen uns nicht als Konkurrenten zu unserem Lokalradio, sondern sehen uns als Ergänzung", sagt Thomas Wengel, einer der bislang vier Moderatoren, dem regelmäßig zwischen 250 und 400 daheimgebliebene Anhänger zuhören. "Unser Ziel ist, die Spiele die kompletten 60 Minuten durch zu kommentieren", erzählt Jens Schwirtz. Das sei etwas, was das Lokalradio nicht kann, allein schon aufgrund der Unterbrechungen durch Nachrichtensendungen oder ähnlichem. "Das hat den Vorteil, dass wir wirklich jede Sekunde auf dem Eis live dabei sind – und wir verpassen natürlich auch kein Tor", sagt Schwirtz.
Finanziert wird der Spaß bislang noch aus privater Tasche, auch wenn auf der Homepage www.kev-fans.de ein Sponsoraufruf zu finden ist. Übermäßig kostenaufwändig sei das Fan-Radio aber nicht. Ein UMTS-Stick sei für fünf Euro zu leihen, auch die Übertragungsgebühren seien in verträglichem Rahmen. Nur die Anreise schlage eben ins Geld. "Wir sind auch schon auf Einladung von Fanclubs mitgefahren", erzählt Wengel, dem seine Karriere als Hobby-Moderator hörbar Spaß macht. "Aber ganz ehrlich: Nach den 60 Minuten brauchst du erst mal was für den Hals zum Lutschen. Das ist verdammt anstrengend."
Bis zum Saisonende will das Team nun versuchen, die Sendungen durchzuziehen. Auch in den Play-off-Spielen. Das allerdings ist nicht immer einfach: "Gerade ältere Hallen wie in Iserlohn haben zum Teil nur begrenzte Plätze für die Presse, und es ist noch unklar, ob wir immer eine Akkreditierung bekommen. Zur Not müssen wir uns auch einfach normale Sitzplatzkarten kaufen und von dort aus senden", überlegt Wengel. "Aber es wäre natürlich schade, wenn wir beim Saisonhöhepunkt nicht mehr dabei wären."
Wie und ob es nach der laufenden Eiszeit weiter geht, ist noch offen. "Wir setzen uns im Sommer mal zusammen und entwickeln ein Konzept", kündigt Schwirtz an. Wenn das steht, soll auch mit der Pinguine-GmbH über eine Zusammenarbeit gesprochen werden.
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