Krefeld: Politik sieht Zementwerk skeptisch
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert: 03.06.2008Krefeld (RPO). Bis zu 100 Arbeitsplätze könnten entstehen, wenn die Kempener Firma Josef Klösters im Hafen ein Zementklinkerwerk baut. Dies erklärte Geschäftsführer Josef Klösters gestern gegenüber der RP.
Wie berichtet, will sein Unternehmen im Hafen ein Zementklinkerwerk errichten, in dem als Energielieferant Abfälle verbrannt werden. Als mögliche Brennstoffe nannte Klösters Papier, Kunststoff, Holz, Altreifen und Altöl. Er hofft, dass das Genehmigungsverfahren in spätestens neun Monaten abgeschlossen sein wird. Der Bau der Anlage würde zwei Jahre benötigen.
Die Anlieferung der Abfälle soll über Straße, Bahn und Rhein erfolgen. Die für die Produktion nötigen Rohstoffe sollen vor allem über die Bahn angeliefert werden, während Klösters für den Transport der fertigen Produkte auf den Rhein setzt.
In der Politik lösten die Pläne kontroverse Reaktionen aus. „Mit den Grünen wird es das Werk nicht geben“, sagte Fraktionschefin Stefani Mälzer. In früheren Jahren habe Klösters ein Bio-Heizkraftwerk im Hafen geplant. Das hätten die Grünen begrüßt. Ablehnung kam auch von der SPD. Der Hafen, der sich positiv entwickle, dürfe nicht mit solch einer Diskussion belastet werden, sagte Fraktionsvize Jürgen Hengst.
Joachim C. Heitmann mahnte eine umfassende Prüfung an und warnte vor Spekulationen. Uerdingens Bezirksbürgermeister Elmar Jakubowski (CDU) forderte eine sachliche Prüfung, allein: „Wenn das Werk gebaut wird, liegt Uerdingen in einem Dreieck von Müllverbrennungsanlage, Kraftwerk und Zementfabrik. Es gibt Grenzen, die die Bürger nicht überschreiten wollen.“
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