Krefeld: Polizei bereitet sich auf NPD-Demo vor
zuletzt aktualisiert: 09.02.2007 - 14:04Am Dienstag wird es in Krefeld eine Demonstration der NPD sowie eine Gegendemonstration des Jugendrings, zu der auch Parteien, Kirchengemeinden und Verbände aufgerufen haben, geben. Die Polizei Krefeld bereitet sich intensiv auf den Einsatz vor. Dabei wird sie durch Spezialisten des "Ständigen Stabes Düsseldorf" und einsatzerfahrene Hundertschaften aus Wuppertal und Duisburg unterstützt, informieren die Ordnungshüter. Die Beamten rechnen an diesem Tag mit Verkehrsbehinderungen.
"Wir tun alles, um einen friedlichen Verlauf der Demonstrationen zu gewährleisten. Wir werden daher - wenn erforderlich - gegen Rechtsverstöße konsequent einschreiten. Wir wollen es aber nach Möglichkeit erst gar nicht zu solchen Konfliktsituationen kommen lassen. Daher werden wir an sensiblen Orten Kommunikationsteams einsetzen, die deeskalierend mit dem Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen sollen," sagt Einsatzleiter Dagobert Allhorn, Leitender Polizeidirektor.
Das alltägliche Einsatzgeschäft werde durch den Sondereinsatz nicht beeinträchtigt. "Für die Bewältigung des normalen täglichen Einsatzgeschehens stehen natürlich so viele Beamte zur Verfügung wie an jedem anderen Tag", so Allhorn. Allerdings werde es am kommenden Dienstag nachmittags und abends in der Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen kommen. Davon werden auch Busse und Straßenbahnen betroffen sein. Die Polizei will diese Behinderungen durch verkehrsregelnde Maßnahmen auf das unvermeidbare Maß reduzieren.
Die Abläufe und Hintergründe der beiden Demonstrationen:
Am 13. Januar meldete der Ortsverbandsvorsitzende der NPD Krefeld für den 13. Februar eine versammlungsrechtliche Veranstaltung mit dem Thema "Gedenken der Bombenopfer des 2. Weltkrieges - Ein Lichtblick für Dresden" beim Polizeipräsidium Krefeld an, informiert die Polizei. Der Veranstalter rechnet mit rund 200 Teilnehmern. Der geplante Verlauf sieht eine Auftaktveranstaltung um 19 Uhr auf der Hansastraße vor. Anschließend ist ein Umzug auf der Strecke Hansastraße - Ostwall - Philadelphiastraße - Hansastraße mit Zwischenkundgebung auf der Rheinstraße und Abschlusskundgebung auf der Hansastraße geplant.
Der Jugendring Krefeld e.V. meldete am 5. Februar eine Gegendemonstration unter dem Motte "Krefeld gegen Rechts" an, die ebenfalls am 13. Februar stattfinden soll, teilt die Behörde mit. Zwischenzeitlich riefen verschiedene Krefelder Parteien und Verbände zur Teilnahme an dieser Gegendemonstration auf. Geplant ist eine Auftaktveranstaltung um 17 Uhr auf dem Südwall in Höhe der Hochstraße und ein anschließender Umzug auf der Strecke Südwall - Breite Straße - Marktstraße - Westwall - Nordwall - Ostwall - Theaterplatz. Auf dem Theaterplatz findet die Abschlusskundgebung statt. Die Veranstalter rechnen mit einer vierstelligen Teilnehmerzahl.
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