Krefeld: Polizei warnt mit Kino-Spot vor Falschfahren mit dem Fahrrad
zuletzt aktualisiert: 19.11.2009 - 14:25Die meisten Fahrradunfälle passieren durch das Befahren der falschen Fahrbahnseite. Mit diesem Fazit schließt der neue Kino-Spot der Initiative „Krefelder Fairkehr“ von Stadt, Polizei und Verkehrswacht.
Die Handlung des Spots: Ein erwachsener Mann fährt einen Fahrradweg in entgegengesetzter Richtung. Mit einer Hupe erschreckt er nichtsahnende Passanten an einer Bushaltestelle und fährt weiter, bis er von einem vorbeifahrenden Auto vom Fahrrad gerissen wird und laut fluchend zu Boden fällt.
Zwei von der anderen Seite anradelnde junge Mädchen beobachten die Szene und den Helm des Mannes, der vor ihren Fahrrädern landet. „Cooler Helm“, sagt Paula Wenke (10) bewundernd. „Aber leider die falsche Fahrbahn“, antwortet Lena Bohnsack (12), und die beiden Mädchen fahren weiter.
Paula und Lena sind die beiden Hauptpersonen im neuen Kinospot. Mit dem Ergebnis, das seit Donnerstag vor jeder Vorführung im Cinemaxx zu sehen ist, sind sie sehr zufrieden. Während Lena, die in die 7. Klasse des Gymnasiums am Moltkeplatz geht, bisher unbeschadet auf Krefelds Straßen mit dem Rad unterwegs war, erlebte die Montessori-Schülerin Paula schon mal eine nicht ungefährliche Situation: „In einer Dreißiger-Zone hätte ich beinahe einen Unfall mit einem entlangfahrenden Auto gehabt.“
Nicht zuletzt wegen Paulas Erlebnis ist den beiden sehr wichtig, dass Radfahrer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht werden. Und Polizeipressesprecher Wolfgang Lindner: „Das Fahren auf der linken Radwegseite ist sozusagen Krefelder Spezialität. Die Hälfte aller Unfälle mit verletzten Kindern passiert außerdem auf Radwegen“. Rund 15.000 Euro kostete der Spot, mit der die Krefelder Firma Radioviktoria beauftragt wurde. Die Hälfte der Summe zahlt das Land NRW.
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