Krefeld: Prozess: Fabel bestreitet Korruptionsvorwurf
VON MARTIN RÖSE - zuletzt aktualisiert: 26.06.2009 - 12:47Krefeld (RPO). Wilfrid Fabel, Chef der Krefelder CDU-Fraktion, hat am Donnerstagvormittag vor dem Düsseldorfer Landgericht die Korruptionsvorwürfe gegen ihn zurückgewiesen.
„Ich habe es bislang nicht nötig gehabt, meine Stimme zu verkaufen oder etwas zu tun, was der Stadt Krefeld geschadet hat“, erklärte der Politiker beim Prozessauftakt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, gemeinsam mit dem ehemaligen Krefelder Baudezernenten Klaus L. und dem früheren SPD-Unterbezirksgeschäftsführer Jochen S. die Stadt Krefeld bei Geschäften mit der Wohnungsgesellschaft LEG um 1,3 Millionen Deutsche Mark Gebühren für die Wasserentsorgung gebracht zu haben. Im Gegenzug seien Gelder in sechsstelliger Höhe an den KEV und einen SPD-nahen Dortmunder Verein zur Jugendförderung geflossen. Sieben Verhandlungstage sind eingeplant. Mit einem Urteil wird Ende nächsten Monats gerechnet.
Das Landgericht hatte im Mai 2008 die Klage der Staatsanwaltschaft zunächst abgewiesen. Es sah keinen hinreichenden Tatverdacht. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt, der das Oberlandesgericht stattgab. Sie begründete dies damit, dass „bei einer Gesamtschau aller Indizien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einer Verurteilung zu rechnen sei“.
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