Krefeld: Rat übt Kritik an Arbeit des Ausländerbeirates
zuletzt aktualisiert: 07.11.2009Krefeld (RPO). Erwartungsgemäß hat der Rat gegen die Stimmen von SPD und Linken die Bildung eines Integrationsausschusses als Ersatz für den Ausländerbeirat beschlossen. Entschieden wiesen Sprecher von CDU, Grünen und FDP Kritik der Vorsitzenden des alten Ausländerbeirates, Halide Özkurt, zurück. Özkurt warf dem Rat vor, den politischen Einfluss von Migranten eliminieren zu wollen, da im Integrationsausschuss mehrheitlich Ratsmitglieder sitzen. Sie forderte einen Integrationsrat, in dem nur gewählte Migranten sitzen würden.
Betroffen von ihrem Vorwurf zeigte sich vor allem Grünen-Ratsherr Christoph Bönders: "Wir versuchen, einen Dialog zu führen", betonte er fast beschwörend. Nach seinen Angaben leben in Krefeld "56 000 Menschen mit Migrationsgeschichte". Sprecher von CDU und FDP warfen dem Ausländerbeirat vor, sich mehr um allgemeinpolitische Themen als um die belange der hier lebenden Ausländer gekümmert zu haben.
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