Krefeld: Rücksicht auf den Hafenpartner
VON JOCHEN LENZEN - zuletzt aktualisiert: 07.11.2007Krefeld (RPO). Die SPD konnte sich gestern im Hafenausschuss nur mit einem Teil ihres Antrags zur Beschleunigung der städtebaulichen Entwicklung an der Rheinfront durchsetzen. Nach einer durch Joachim C. Heitmann (FDP) modifizierten Formulierung, zu der auch Kämmerer Manfred Abrahams geraten hatte, fasste der Ausschuss folgenden Beschluss einstimmig: „Die Verwaltung wird aufgefordert, unverzüglich nach Auswertung des TÜV-Gutachtens sowie der Entscheidung über die strategische Partnerschaft des Hafen- und Bahnbetriebs alle Beschlussvorlagen für die zuständigen Gremien vorzubereiten, die notwendig sind, Hindernisse für die Planungen im Bereich der Rheinfront (vom ,Rheinschlösschen’ bis zur nördlichen Spitze des B-Plans 677 = Rheinblick) zu beseitigen.“ Im ursprünglichen SPD-Antrag war das Abwarten auf das Gutachten und die Entscheidung über den Hafenpartner nicht formuliert.
Abrahams hatte zuvor erklärt, dass das TÜV-Gutachten über die Abstandsflächen des Rheinblick-Projekts zu Bayer im Entwurf vorliege, derzeit von Investoren und Bayer besprochen werde und etwa zum Jahreswechsel fertig sein und veröffentlicht werde. Mit „Hindernissen“ sind beispielsweise die Entfernung von Gleisen, Schranken und entgegenstehenden Widmungen gemeint.
Nicht durchsetzen konnte sich die SPD mit dem ersten Teil ihres Antrags, in dem sie die „Interessen der Stadtplanung als vorrangig und die des Hafenbetriebs als nachrangig“ bewertet wissen wollte. Neben Abrahams und Heitmann hatte auch Werner Näser (CDU) darauf hingewiesen, dass vor Beschlüssen dieser Art zunächst das Ausschreibungverfahren für den Hafenpartner abgewartet werden sollte.
Während Heitmann die Auffassung vertrat, man solle sich nicht vom Rheinblick-Projekt verabschieden, mit Rücksicht auf den Chemiepark jedoch auf das Wohnen verzichten, meinte Elmar Jakubowski (CDU), dass zwischen Müncker und der ehemaligen „Rheinlust“ Wohnen sehr wohl denkbar und möglich sei. Er gab Jürgen Hengst (SPD) Recht, dass zwischen dem „Rheinschlösschen“ und dem Nordende des Rheinblick-Projekts keine Hafentätigkeit mehr erkennbar sei.
1,28 Millionen Euro Verlust
Einstimmig nahm der Ausschuss den Jahresabschluss 2006 der Hafen- und Bahnbetriebe zur Kenntnis und stellte den Verlust von 1,28 Millionen Euro fest. Der wird aus der dafür vorgesehenen Rücklage entnommen, die Ende 2006 bei 4,14 Millionen Euro lag.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







