Krefeld: Rüttgers, Kraft und DGB stützen Kohlekraftwerk
zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 14:26Krefeld (RPO). NRW-Spitzenpolitiker unterstützen den Bau des Kohlekraftwerks und der CO-Pipeline für den Chempark in Uerdingen: Auf der Landesdelegiertenkonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Hamm haben NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU), die SPD-Landeschefin Hannelore Kraft und der wiedergewählte NRW-Chef des DGB, Guntram Schneider, Bekenntnisse zum Industriestandort NRW abgelegt.
Schneider befürwortete in seiner Rede ausdrücklich den Bau eines neuen Kohlekraftwerks und der CO-Pipeline. "Die Industrie in unserem Land muss als Lösung, nicht aber als Teil der globalen Umweltprobleme betrachtet werden. Nur so kann NRW dauerhaft im globalen Wettbewerb bestehen", sagte er.
Einstimmig verabschiedeten die Delegierten einen Leitantrag zur industriellen Entwicklung. Die Krefelder Delegierten Ralf Köpke (DGB) und Detlef Rennings (Betriebsratsvorsitzender von Currenta, Industrie-Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) nahmen die Erklärungen mit Erleichterung auf.
"Wir nehmen das mit in die Betriebe in den Chempark nach Uerdingen; ich freue mich über dieses klare Bekenntnis", erklärte Rennings. Köpke: "Wir haben nicht nur einen Schritt für die Perspektive des produzierenden Gewerbes gemacht, sondern Zukunftsweichen für die Sicherung von Arbeitsplätzen und letztlich für Arbeitnehmerinteressen gestellt."
Die Gewerkschaften werden laut Köpke keine parteipolitische Empfehlung zur Landtagswahl in NRW im Mai 2010 abgeben. Dies sei nicht ihre Aufgabe. "Wir werden zu den Landtagswahlen in NRW unsere Forderungen an eine arbeitnehmerorientierte Politik auch hier an die Kandidaten aus Krefeld deutlich und unüberhörbar einbringen", kündigte der DGB-Kreisvorsitzende abschließend an.
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