Krefeld: Salvea - Lust auf Gesundheit
VON JOCHEN LENZEN - zuletzt aktualisiert: 28.02.2008 - 17:03Krefeld (RPO). Im ehemaligen Kreiswehrersatzamt im Nordwestbezirk entsteht ein Zentrum für Schul- und alternative Medizin. Im Angebot: Wellness, Kosmetik, Physiotherapie, ayurvedischen Behandlungen - und eine große Gastronomie.
Gestern wurde mit der Einrüstung des ehemaligen Kreiswehrersatzamts an der Westparkstraße begonnen. Noch in diesem Jahr soll dort unter dem Namen „Salvea“ auf rund 9000Quadratmeter Nutzfläche ein neuartiges Zentrum für komplementäre Medizin eröffnet werden: „In diesem Zusammenklang von Schul- und alternativer Medizin sollen Angebote unterbreitet werden, die Lust auf Gesundheit machen“, formuliert Christof Schössler, Leiter Kommunikation der „inoges ag“.
In der Atmosphäre eines Hotels werden verschiedene Firmen und Ärzte - darunter auch die zur „inoges“ gehörende Reha Krefeld (bisher Geldernsche Straße) - unter anderem Physiotherapie, Präventionsangebote bis hin zur Ernährungsberatung, Naturheilkunde im weitesten Sinne, ayurvedische Diagnostik und Behandlung, Yoga, Naturkosmetik sowie 300Quadratmeter Bäder und Saunen bieten. Im Erdgeschoss eröffnen zudem die erste Homöopatische Apotheke am Niederrhein (Dr. Wolfgang Boventer), ein Friseursalon (Stefan Blumtritt), ein Reisebüro, ein Geschäft mit Designer-Hilfsmitteln (Reha West) sowie 400 Quadratmeter Gastronomie mit Außenterrasse. Hinter dem Gebäude wird ein moderner Zusatzbau mit großem Bewegungsbad (13x7Meter) errichtet.
Der Krefelder Wolfgang Hoever, Vorstand der „inoges ag“ und Geschäftsführer der Reha Krefeld GmbH, hat das ehemalige Kreiswehrersatzamt und das benachbarte ehemalige Straßenverkehrsamt (beide denkmalgeschützten Gebäude gehörten zur 1904 bis 1906 errichteten Husarenkaserne) persönlich für eine Million Euro erworben. Die Gesamtinvestition für beide Gebäude - laut Schössler das größte privat finanzierte Projekt in Krefeld seit 20Jahren - belaufen sich auf rund elf Millionen Euro.
Das ehemalige Straßenverkehrsamt hat Hoever nach sechsjährigem Leerstand entkernen und nach Vorgaben des Landeskonservators inzwischen fast vollständig sanieren lassen. Moderne Möbel und Leuchten, dunkles Parkett, schneeweiße Decken und Wände, Terrakotta-Accessoires und Pflanzen harmonieren bestens mit den historischen steinernen Türrahmen und den alten, metallbeschlagenen Holzfenstern. Von außen präsentiert sich das Gebäude nunmehr im Urzustand. Bis zum Sommer werden auch Mauer und Gitter sowie die Grünflächen hergerichtet sein. Das Gebäude beherbergt neben der „inoges“-Verwaltung den städtischen Fachbereich Sport und Bäder sowie den Stadtsportbund. Bis zur Fertigstellung des „Salvea“-Komplexes ist dort auch noch das zur Reha Krefeld gehörende Rückenstudio „columna“ untergebracht.
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