Krefeld: Sanierung des Dio-Turms beginnt
zuletzt aktualisiert: 22.07.2009Krefeld (RPO). In etwa vier Wochen beginnen die Sanierungsarbeiten an der Dionysiuskirche. Bevor die Spitzeaufgesetzt werden kann, sind umfangreiche Bauarbeiten am Oktogon, dem achteckigen Aufsatz auf dem viereckigen Turm, notwendig. Dies teilten Kirchenvorstandsmitglied Professor Dr. Jürgen Schramm und Franz Joseph Greve vom Verein "Krefelder Wahrzeichen Turm der Diokirche" mit.
Die Aachener Firma Creutzer führt die Baumaßnahmen durch. "Das Oktogon muss so weit stabilisiert werden, dass die Spitze Halt hat. Das Mauerwerk wird instand gesetzt und Fugen werden ausgebessert", erklärt der Bauunternehmer Wolfgang Creutzer.
Seit dem Orkan im Frühjahr 2004 fehlt der Dio-Kirche ihre grünlich schimmernde Kupferspitze. Untersuchungen ergaben erhebliche Rostschäden an der Stahlkonstruktion unter der Kupferabdeckung. Daraufhin musste die gesamte Spitze abgenommen werden.
Ende August werden die Arbeiter dann mit den Baumaßnahmen in 75 Meter Höhe beginnen. Ein Lastenaufzug ist bereits am Gerüst angebracht. Während der Baumaßnahmen wird die Kirchturmsuhr abmontiert. Die Sanierung der Statik zahlen Bistum und Pfarre. Für die Finanzierung der Dio-Spitze fehlen aber immer noch Gelder. Franz Joseph Greve hofft, dass der Verein "Krefelder Wahrzeichen Turm der Diokirche" noch Geld sammeln kann. Insgesamt werden die Kosten für die Spitze auf 800 000 Euro geschätzt.
Die Spitze besteht aus fünf bis sechs einzelnen Teilen, die am Boden zusammen montiert werden müssen. Franz-Joseph Greve setzt sich weiterhin mit dem Förderverein für das Krefelder Wahrzeichen ein: "Die Dio-Kirche ist ein historisches Gebäude. Der frühere Turm wurde durch die Stadt und die Bürger errichtet." Es wäre in ihrem Sinne, wenn das heute wieder gelingen würde.
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