Krefeld: Scharfe Bombe an CO-Pipeline gefunden
VON SEBASTIAN PETERS - zuletzt aktualisiert: 10.02.2010 - 10:18Krefeld (RPO). Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung hat am Montag auf der Trasse der geplanten CO-Pipeline eine noch funktionsfähige englische Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
Dies teilte die Bezirksregierung Düsseldorf mit. Entdeckt wurde die Bombe bei der Überprüfung von verdächtigen Stellen auf einem Parkplatz in der Nähe des Chemparks an der Hohenbudberger Straße. An dieser Stelle hatte ein Sensor, der metallene Gegenstände im Boden meldet, Alarm geschlagen.
Bombe bereits entfernt
Der Blindgänger hat ein Gewicht von 15 Kilo, eine Länge von 30 Zentimetern und einen Durchmesser von 15 Zentimetern und ist bereits vom Kampfmittelräumdienst entfernt worden: "Sie wurde von einem Fachkundigen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in speziellen Tüten luftdicht verpackt und für die Vernichtung in ein Zwischenlager transportiert", sagte Stefanie Paul, Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf.
Damit sei die Überprüfung in Krefeld beendet. Gefunden wurde sie in einer Tiefe von 1,20 Metern, der Abstand zur Erdgasleitung betrug 6,60 Meter, der Abstand zur CO-Leitung 4,80 Meter. Eine Magnetuntersuchung des Kampfmittelräumdienstes im Januar hatte auf einer Trassenlänge von insgesamt 800 Metern 268 Verdachtsstellen ermittelt. Dort sollen Schützengräben verlaufen sein. Die Verdachtsstellen wurden aufgegraben, bis Montag wurde dort lediglich Metallschrott gefunden.
Die jetzt entdeckte Bombe ist die erste auf Krefelder Stadtgebiet, nachdem es bisher nur im Süden von Duisburg Funde gegeben hatte.
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