Krefeld: Schönfärberei für Werkkunstschule
VON CORINNA KUHS - zuletzt aktualisiert: 16.07.2008Krefeld (RPO). Kunst am Bau ist spannend und kann eine Innenstadt aufwerten. In der aktuellen Diskussion allerdings drängt sich der Verdacht auf, dass die Farbe jene Probleme übertünchen soll, die es in der Vergangenheit gab: Ende Juni noch schimpfte die Stadtverwaltung über den Vertragspartner, als Luximo erklärte, nur wenn die Stadt Räume in der Werkkunstschule miete, werde die Schweizer Gruppe das Gebäude auch sanieren.
Von dem Ultimatum ist bei Luximo inzwischen keine Rede mehr, nun geht es um Farbe statt ums Geld: Die Unternehmens-Gruppe zaubert plötzlich Künstler Will Cassel aus dem Hut und setzt praktisch das um, was man in der Theorie als Schönfärberei bezeichnen könnte: Luximo weiß um die Beliebtheit des Krefelder Künstlers Cassel. Insofern ist es geschickt, ihn die Fassade verschönern zu lassen.
Nebeneffekt: Das außergewöhnliche Projekt lenkt von dem Hick-Hack um die Ostwall-Passage ab.
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