Krefeld: Schweinegrippe: Wartezeiten bei Impfungen erwartet
zuletzt aktualisiert: 13.11.2009 - 14:22In Krefeld steigt die Zahl der Personen, die sich mit der Schweinegrippe infiziert haben, weiter an. Seit Bekanntwerden der schnelleren Ausbreitung der Grippe mehrt sich auch die Zahl der impfwilligen Bürger. Die Stadt warnt nun vor eventuell langen Wartezeiten bei der Grippeschutz-Impfung.
Die Stadt weist darauf hin, dass vorrangig zwei Personengruppen die Impfung gegen die Schweinegrippe bekommen sollen. Deshalb kann es für Personen, die nicht diesen Personengruppen angehören, zu Wartezeiten kommen, wenn sie einen Impftermin haben möchten.
Zuerst sollen die Gesundheitsdienste, zu denen das medizinische Personal, die Beschäftigten von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten einschließlich der Hilfsorganisationen gehören, sowie chronisch Kranke geimpft werden. Für schwangere Frauen gibt es zwar auch eine Impfempfehlung, für sie ist der derzeit verfügbare Impfstoff „Pandemrix“ allerdings weniger empfohlen. Sie sollten sich deshalb grundsätzlich mit ihrem Gynäkologen beraten.
Der Impfstoff, der landesweit gleichmäßig nach der Bevölkerungszahl verteilt wird, wird den Städten wöchentlich zugewiesen. Für diese Woche hat Krefeld 450 Dosen für insgesamt 4500 Impfungen bekommen, für die kommende Woche wurden 400 Dosen für 4000 Impfungen zugesichert.
Jeder Impfwillige sollte sich zunächst bei seinem Hausarzt beraten lassen. Dieser ist mit den gesundheitlichen Voraussetzungen seines Patienten am besten vertraut und kann ihn über eine mögliche Impfung informieren. Führt er selbst keine Impfung durch, kann er einen entsprechenden Kollegen nennen.Die Impfung ist für alle Impfwilligen kostenfrei. Erste Klassenschließungen hat es im Zusammenhang mit der Neuen Grippe auch in Krefelder Schulen gegeben. Die Schulleitungen sollten diesen Schritt jedoch nur nach Abstimmung mit dem städtischen Fachbereich Gesundheit einleiten. "Wir wollen eventuelle Schließungen von Schulen nach Möglichkeit vermeiden", sagte Oberbürgermeister Gregor Kathstede im Gespräch mit der Rheinischen Post.
Inzwischen raten die Verantwortlichen in den Gesundheitsämtern diesbezüglich aber zu mehr Zurückhaltung. Sie vertreten die Auffassung, dass sich die Krankheitsverbreitung auf diesem Wege nicht mehr zuverlässig aufhalten lassen wird. Bei einer Sitzung des Arbeitskreises der Gesundheitsamtsleiter des Städtetages Nordrhein-Westfalen wurde die Empfehlung formuliert, von diesen vorsorglichen Klassenschließungen nur noch Gebrauch zu machen, wenn der Unterrichtsbetrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.
Aktuell sind laut Meldungen im Fachbereich Gesundheit in Krefeld 46 Personen erkrankt, Verdachtsfälle werden nicht mehr übermittelt.
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