Krefeld: So machen’s andere
zuletzt aktualisiert: 26.01.2008Krefeld (RPO). „Ich hätte es der Attraktivität wegen lieber andersherum gemacht, aber wir müssen laut Gesetz den Eingangsbereich für die Nichtraucher freihalten und den Wintergarten zur Raucherabteilung machen“, sagt Varga’s Joschi. Zwei Glastüren werden die Bereiche voneinander trennen. Mit zwei Glastüren wird auch Margot Wienges arbeiten. Die Gaststätte wird „der Länge nach“ geteilt. Vom Rähmchen bis zum Toilettenvorhof darf künftig geraucht werden, die „feine Seite“ wird Nichtraucherzone. Eine ähnliche Lösung wird’s auch bei Gleumes mit den beiden rückwärtig gelegenen Räumen geben.
In Et Bröckske wird das gesamte Erdgeschoss ab Juli raucherfreie Zone, wenn das für den Thekenbereich, in dem die Raucher sitzen, auch problematisch werde, sagt Pächter Helmut Chrastek. Wer rauchen will, muss nach draußen oder in die erste Etage gehen. Auch im Nordbahnhof wird es keine baulichen Veränderungen geben. Alle Innenräume werden ab Juli Nichtraucherzone. „Dann werden wir uns eine Lösung im überdachten Biergarten auf dem Bahnsteig einfallen lassen“, sagt Uli Furth.
Erst einmal abwarten, was laufende Prozesse bringen, will Manfred Gietz vom Burghof in Fischeln. Vorgesehene Ausnahmeregelungen müssten genauer definiert werden. „Wir können Raucher jederzeit in hinteren Räumen, im Flur oder im kleinen Saal unterbringen.“
„Wir hätten uns die immens teure Entlüftungsanlage sparen können“, klagt Brigitte Lafranconie, die in ihrem „Blauen Hahn“ in Uerdingen keinen zweiten Raum hat und Raucher deshalb vor die Türe schicken muss. „Aber das klappt ja in anderen Ländern auch.“
Hart trifft es Jürgen Janaschek vom „Goldenen Hirschen“ in Hüls: „Das dümmste Gesetz, das mir seit 42 Jahren als Wirt untergekommen ist.“ Er ist seit 50 Jahren Raucher.
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